A-Jugend des SC Magdeburg ist Deutscher Meister

A-Jugend-Meister! (Foto: Katja Müller)
Was für eine Leistung! Nach dem fulminanten Hinspielerfolg beim THW Kiel sichert sich die A-Jugend des SC Magdeburg am Freitagabend im Rückspiel (36:35) vor einer Rekordkulisse die Deutsche Meisterschaft.
Die Stimmung in der Magdeburger GETEC Arena hätte kaum besser sein können. Vor einer Rekordkulisse von 4386 Zuschauern lieferten sich beide Seiten von Beginn an eine packende Partie – und übertrafen mit der Publikumszahl noch einmal die ein paar Tage zuvor in Kiel aufgestellte Bestmarke (4190) bei einem Einzel-Event im Jugend-Handball.
Dabei ging der SCM in der siebten Minute das erste Mal mit plus zwei in Führung (5:3). Die Gäste aus dem Norden stemmten sich weiter dagegen (9:9, 13.), doch mit der lautstark vertretenen grün-roten Anhängerschaft im Rücken holte sich die Sieben von Aaron Hahn den Vorsprung zurück (12:10, 17.) und baute diesen sogar noch aus. In der 19. Minute erzielte Tim Thielicke das 14:11.
Unterstützt wurde das Team dabei nicht nur von Tausenden Fans. Vor Ort waren auch Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Simone Borris, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg, Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes und Sprecher von Teamsport Deutschland sowie Bundestrainer Alfred Gislason und viele weitere bekannte Gesichter aus dem Sport. So verfolgten zum Beispiel zahlreiche Spieler der Profi-Mannschaft, Trainer Bennet Wiegert und Co-Trainer Yves Grafenhorst die Partie von den Rängen.
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Zusammen sahen sie eine torreiche Begegnung, in der sich der THW immer wieder herankämpfte und zwischenzeitlich auch in Führung ging (17:18, 27.). Doch die Magdeburger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, holten sich dank ihres stark aufspielenden Keepers Anton Stemmer den nötigen Rückhalt. Zwar blieb es bis zum Ende eng, doch zum einem wurden die Gäste durch die Rote Karte gegen Rasmus Ankermann nach einem Foul in der 42. Minute geschwächt und zum anderen war da ja noch der Sechs-Tore-Vorsprung (40:34) aus dem Hinspiel.
Kiel hielt zwar den Vorsprung (31:33, 55.), doch der Gesamtsieg war der SCM-Mannschaft nicht mehr zu nehmen, die nach Abpfiff ausgelassen auf dem Feld jubelte, tanzte und mit dem Publikum feierte.
Stimmen zum Spiel
Bundestrainer Alfred Gislason: „Das war heute richtig gut. Ich finde, da waren sehr viel Talent und sehr viele gute Spieler auf beiden Seiten auf dem Feld. Es ist stark, wie sich die Jugendabteilungen der zwei Teams entwickelt haben. Für mich war das heute etwas Besonderes, da ich mit beiden Vereinen eng verbunden bin. Heute ist der SC Magdeburg verdient Deutscher Meister geworden. Gratulation.“
SCM-Trainer Aaron Hahn: „Den Stolz gerade kann man nicht messen. Wir haben wieder alles gegeben und uns an den Plan gehalten. Klar, zwischendurch verwerfen wir zu viel, aber da haben wir einen überragenden Anton Stemmer hinten drin, sodass sich das ausgleicht. Diese Mannschaft will immer gewinnen und hat unglaublich viel Qualität. Ich denke wir werden einige von ihnen in der Bundesliga wiedersehen. Die haben schon jetzt eine unfassbare Reife und Mentalität.“
Anton Stemmer: „Das ist gerade ein unbeschreibliches Gefühl. Eigentlich bin ich noch B-Jugend und das jetzt hier mit der A-Jugend zu gewinnen, ist wirklich unfassbar. Ich kann das noch gar nicht glauben. Dazu noch die Halle und die Unterstützung – das bedeutet wahnsinnig viel.“
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Malte Elze: „lch bin unglaublich stolz auf das Team. Was wir die ganze Saison abgerissen haben, inklusive Trainer – das ist einfach stark. Den Vorsprung haben wir vorm Spiel weggedrückt. Wir wollten gewinnen, wir wollen immer gewinnen. Wir sind mit allem reingegangen, was wir haben. Es hat sehr, sehr Spaß gemacht, hier in der Arena zu spielen. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Jetzt kann gefeiert werden.“
Zuschauer: 4386
Spielfilm: 3:3 (5.), 8:7 (10.), 10:9 (15.), 14:12 (20.), 17:17 (25.), 19:19 (30.) – 21:21 (35.), 23:23 (40.), 27:26 (45.), 29:30 (50.), 31:33 (55.), 36:35 (60.)
SC Magdeburg: Felix Dobbritz, Niklas Dean Bartels, Anton Stemmer; Oskar Pakebusch 4, Malte Elze 5, Mats Brigzinsky 7/2, Janne Pillich, Tim Thielicke 13/5, Pepe Stops 1, Filip Begic 2, Raphael Welsch 3, Felix Mäuer, Luca Löbel, Elvis Kretzschmar 1, Philip Großmann
THW Kiel: Tobias Dengler, Markus Hanns; Felix Berlinghof, Claudius Beuthner 7, Kjell Suhr 5/1, Leonardo Scharfenstein 1, Jens Cremer, Jasper Anschütz 4, Leo Kreft 1, Rasmus Ankermann 2, Vincent Faciejew 3, Julius Eisend, Anton Hahn, Patrik Murko, Sebastian Rinker, Johann Hinrich Rohwer 12/2
