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SCM-Ikone „Kretzsche“ mit einem besonderen Blick auf die Grün-Roten

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„Beim SC Magdeburg sehe ich momentan keine Schwachstelle.“ Sky-Experte und SCM-Ikone Stefan Kretzschmar bringt es auf den Punkt. Noch sind es viereinhalb Wochen bis zum Saisonauftakt mit den First Four Turnieren im DHB-Pokal. „Kretzsche“ hat das Geschehen bei den Klubs in der stärksten Liga der Welt auch in der Vorbereitung im Fokus. Einen besonderen Blick wirft der frühere Weltklasse-Linksaußen auf seinen Verein SCM, mit dem er die größten Vereinserfolge der Karriere hatte. Deutscher Meister 2001, Champions League Sieger 2002 und viele Trophäen mehr für den Börde-Titelhamster.  Bei den Erfolgschancen in der kommenden Spielzeit sieht „Kretzsche“ den SCM wieder mit ganz vorn.

„Für mich ist der SCM ein Meisterkandidat. Dazu haben sie sich Saison für Saison entwickelt. Wichtig jetzt wird sein, dass alle möglichst gesund bleiben und wie die Neuen das schnelle Spiel verinnerlichen. Das Überfallkommando vom letzten Jahr könnte noch stärker werden.“ Eine Baustelle bei den Magdeburger Jungs wurde aus „Kretzsches“ Sicht geschlossen. „Das Problem beim SCM in den letzten Jahren war die Breite im Kader. Ich finde, dass man mit beachtlichen Verstärkungen jetzt besser aufgestellt ist. Mit Hornke, Steinert, Preuss und Schmidt hat man Spieler mit einer hohen Identifikation geholt. Die Jungs kennen die Liga, werden wenig Eingewöhnung brauchen. Ich weiß, dass Benno (Trainer Bennet Wiegert, d.R.) mit seinem Team sehr akribisch scoutet und auch bei den ausländischen Spielern glaube ich, ist kein Fehlgriff dabei.“ Beim Final4 der VELUX EHF Champions League Anfang Juni in Köln hat SCM-Ikone Stefan Kretzschmar den SCM-Neuzugang Filip Kuzmanovski (er drückte seinen Nordmazedoniern von Vardar Skopje die Daumen für den Triumph) in der Lanxess Arena getroffen. „Wir haben beide kurz gesprochen. Der Junge ist ein ordentlicher Hüne, strahlt körperliche Präsenz aus und wird athletisch sicher weiterhelfen. Spielerisch konnte ich ihn noch nicht oft sehen. Aber ich glaube, Kuzmanovski kann eine wichtige Alternative in Abwehr und Angriff werden. Er ist ein junger, hungriger Typ vom Balkan.“ Aus dem Norden wird mit Tobias Thulin ein blonder Shootingstar künftig mit Olympiasieger und Weltmeister Jannick Green das SCM-Torhütergespann bilden. „Kretzsche“ weiß: „Nach dem was ich gehört habe, ist Thulin das nächste große schwedische Torwarttalent. Normal muss man Torhütern die neu in der Bundesliga sind, ein halbes Jahr zur Eingewöhnung geben. Vielleicht geht es bei Thulin sogar schneller.“

Vorm Saisonstart ist Stefan Kretzschmar selber noch aktiv. Für das Open Air Megawoodstock am Wochenende in Aschersleben hatte er wieder seine Hände im Spiel und stellte für das Promiduell am Samstag ein „Team Kretzsche“ auf. Am 26. Juli ist „Kretzsche“ dann beim großen Alfred Gislason-Event in Kiel mit vielen SCM Champions League Siegern und weiteren grün-roten Jungs im „Team Alfred“ auf der Platte. Der Linksaußen und geniale Spielmacher schmunzelt: „Für drei Minuten wird es reichen. Im Urlaub mit meinen Kindern in der Türkei haben wir uns mit Wasserball fit gemacht. Für die 3. Halbzeit in Kiel bringe ich gute Kondition mit.“

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