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ZWEITE HEIMNIEDERLAGE FÜR DEN SCM- TRAINER WIEGERT: „WIR WAREN NICHT GUT GENUG!“

Foto: Eroll Popova

„Es ist aber alles ziemlich verrückt. Es sind viele Ergebnisse zu Stande gekommen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat. Vielleicht liegt es an der sehr langen Pause. Wir müssen schauen, dass wir weiter unser Ding machen.“ SCM-Linksaußen Matthias Musche wollte mit seinen Grün-Roten gestern Nachmittag gegen den TVB 1898 Stuttgart die Erfolgsserie fortsetzen zu können.
Nach Abpfiff war „Matze“ (2 von 5 Würfen getroffen), wie alle im Team, enttäuscht. Mit 29:30 gegen Stuttgart gab es nach dem 27:31-Auftakt gegen den Bergischen HC die zweite Bundesliga-Heimniederlage der Saison. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert geriet in der 1.Halbzeit ins Hintertreffen und ging mit 12:18 in die Pause.
Der SCM-Coach analysierte: „Wir waren nicht gut genug. Wir haben dieses Spiel nicht in der zweiten Halbzeit verloren, sondern in der ersten Hälfte. Dort haben wir den Kopf verloren und wollten zu viel. Jeder Einzelne wollte sich mit seiner individuellen Qualität wehren, aber das muss man mannschaftlich lösen. Denn dann geht man mit weniger Toren in die Halbzeitpause und dann ist das durchaus zu Hause aufholbar. Wir haben es uns zu schwer gemacht und sind mit einem zu großen Rückstand in die Kabine gegangen. Bei aller Moral, die wir dann in der zweiten Hälfte liefern, darf uns das in der Art und Weise nicht passieren. Wir hatten 14 Fehlwürfe und bei 14 Fehlwürfen einer Handball Bundesligamannschaft in 30 Minuten, da brauche ich keinem erklären, dass es schwierig wird, dies zu kompensieren. Wir müssen mehr Kapital daraus schlagen und dann ist es ein anderes Spiel.“
Im Saisonschnitt haben die Grün-Roten bisher 63 Prozent Wurfquote, gegen Stuttgart waren es nur 57 Prozent nach 22 Fehlwürfen in 60 Minuten. Dazu kamen gestern noch 7 technische Fehler. Das Torwartplus war beim TVB (Bitter 12, Prost 4 Paraden), trotz eines sich steigernden Jannick Green (10 Paraden) in der Endphase. Im Angriff lag wieder viel Verantwortung bei Mika Damgaard, der mit 8 Toren bei 13 Würfen in der HBL-Statistik steht. Im rechten Rückraum versuchte Christoph Steinert (4 von 4) sein Bestes, um Omar Magnusson zu entlasten. Mit zwei Siebenmetern scheiterte er am früheren Magdeburger und EHF-Cupgewinner 2007 mit dem SCM, Johannes Bitter. Für „Jogi“ war es ein besonderer Sieg: „Klar, wir sind auch nach Magdeburg gefahren, um das Spiel zu gewinnen. Das wir dann zur Halbzeit mit sechs Toren führen, hätte keiner gedacht. Magdeburg kommt immer irgendwann zurück, weil man weiß, was in dieser Halle möglich ist. Ich bin unglaublich stolz und zufrieden, dass wir die zwei Punkte mitnehmen.“

Jetzt hat unser SCM eine ganze Woche Zeit, mit einem Auswärtssieg in der LIQUI MOLY Handball- Bundesliga am kommenden Sonntag (16 Uhr, Sky live) beim Aufsteiger und punktlosen Tabellenletzten HSC Coburg in die Erfolgsspur zurückzukommen.

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