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„WIR GLAUBEN AN UNSERE CHANCE!“ Interview mit Gisli Kristjansson

SCM-Spieler Gisli Kristjansson (Nr. 10) fokussiert während einer Spielszene auf dem Feld.
Foto: Katja Müller

Ex-Zebra Gisli Thorgeir Kristjansson wechselte vor gut einem Jahr vom THW Kiel zum SC Magdeburg. Nach einer schweren Schulterverletzung ist der inzwischen 21-jährige Isländer inzwischen wieder fit und freut sich  auf seine Rückkehr heute um 16 Uhr (live bei Sky) in die Wunderino Arena, wie er im Gespräch mit dem ZEBRA-Magazin verrät.

ZEBRA: Gisli, wie geht es Dir?
GISLI T. KRISTJANSSON: Danke, mir geht es segr gut. Ich bin gerade auf dem Weg zum Training – zum Glück haben wir im Gegensatz zum THW mehr als nur eine gemeinsame Einheit vor diesem wichtigen Spiel.

Z: Was macht Deine Schulter, an der Du Dich kurz nach Deinem Wechsel zum SCM so schwer verletzt hattest?
GTK: Ich habe zum Glück alles überstanden und wurde hier in Magdeburg sehr gut behandelt. Seit meiner Operation habe ich keine Probleme mehr mit meiner Schulter gehabt und fühle mich wieder fit. Im Spiel gegen Minden habe ich mir zwar zuletzt noch eine leichte Gehirnerschütterung eingefangen, aber auch die habe ich gut überstanden. Ich hatte etwas mehr Ruhe und habe Zeit zur Regeneration genutzt. Ich gehe also mit voller Kraft in das Spiel gegen den THW Kiel.

Z: Beim  THW Kiel hast Du den DHB-Pokal und den EHF-Cup gewonnen. Welche Erinnerungen sind darüber hinaus geblieben?
GTK: Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Kiel und habe hier ein paar sehr gute Kumpels gefunden. Mit Nikola Bilyk und Miha Zarabec habe ich immer noch mehr oder minder regelmäßig Kontakt. Aber ich erinnere mich auch daran, dass es nicht einfach war, damals als 18-Jähriger allein ins Ausland zu gehen. Immerhin habe ich es in Kiel geschafft, die neue Sprache einigermaßen in den Griff zu bekommen. Dafür bin ich meinen Kollegen in Kiel immer noch sehr dankbar, die mir dabei sehr geholfen haben. Inzwischen fühle ich mich in Deutschland sehr wohl. Dass beim SCM neben mir mit Omar Ingi Magnusson noch ein weiterer Isländer spielt, den ich schon länger sehr gut kenne, ist jetzt ein großer Vorteil.

Z: Jetzt kommst Du das erste Mal zurück nach Kiel…
GTK: Dieses Spiel ist etwas besonderes für mich. Und ich freue mich sehr darauf, wieder in der Wunderino Arena zu sein. Selbst ohne Zuschauer ist das geil!

Z: Was für ein Spiel erwartest Du?
GTK: Ein sehr hartes Spiel, das wird nicht einfach, alles kann passieren. Aber wir fahren nach Kiel, um zu gewinnen – das ist immer unser Ziel. Auch wenn der THW Kiel zuletzt unglaublich stark gespielt hat und auf jeder Position mit Weltklasse besetzt ist. Spieler wie Sander Sagosen oder Niklas Landin können halt jederzeit besondere Dinge machen. Der Auftritt beim VELUX EHF Final4 war beeindruckend, das hat der THW klasse gemacht und dabei eine unglaublich geschlossene Mannschaftsleistung mit einer überragenden Abwehr gezeigt. Filip (Jicha, Anm. d. Red.) hat die Jungs taktisch toll eingestellt.

Z: Bekommt man es da mit der Angst zu tun, wenn man als Gegner auf den THW trifft?
GTK: Angst habe ich nie, wenn ich Handball spiele. Schließlich ist es das, was ich liebe. Ich habe natürlich Respekt, aber das ist ein großer Unterschied. Auf der Platte werden wir jedenfalls alles geben. Mehr können wir nicht tun. Aber wir glauben an unsere Chance.

Quelle: THW Kiel

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