Für einige Mannschaften war es das letzte Spiel bei der Euro, denn Platzierungsspiele gibt es nicht. Nordmazedonien und Rumänien verabschiedeten sich mit einem 24:23, Polen und Italien trennten sich 28:29 und die Färinger gehen mit einem 27:30 gegen Slowenien aus dem Turnier.
Derweil sind alle fünf SCM-Spieler, die am Dienstag im Einsatz waren, eine Runde weiter! Trotzdem gab es auch Rückschläge.
Montenegro – Schweiz 26:43 (16:22)
Alles reinwerfen und dann schauen, wofür es reicht – das war die Devise des Teams um Kapitän Nikola Portner im letzten Vorrundenspiel. Und dementsprechend ging es auch los. Es war keine Minute gespielt, da fiel das erste Tor. Sekunden später folgte die erste Schweizer Parade. In der vierten Minute stand es 1:3, 5:9 in der 12. Minute, 8:13 in der 18. Minute: Der Vorsprung stieg. Nicht zuletzt, weil Portner im Tor zwischenzeitlich über 40 Prozent parierte.
Als seine Saves abnahmen, spielte sich der eingewechselte Manuel Zehnder in den Vordergrund – mit gutem Umschaltspiel, Übersicht im Angriff und dem 15:21-Treffer (28.). Insgesamt verkaufte sich die Schweiz besser und besser (16:29, 39.) und gewann letztlich mit drei Zehnder-Toren sowie fünf Paraden von Portner phänomenal mit plus 18. Als im Anschluss die Färinger gegen Slowenien verloren, war endgültig klar: Die Schweiz bleibt im Turnier!
Ungarn – Island 23:24 (14:14)
Das Spiel um die Tabellenführung in Gruppe F wurde ein echter Krimi. Beim Duell der Spielansätze – Physis gegen Schnelligkeit, Fernwürfe gegen Durchbrüche – konnte sich bis zur Pause kein Team absetzen. In der achten Minute machte Omar Ingi Magnusson das 3:3 via Siebenmeter, dann legten die Ungarn das 6:4 (12.) vor, in der 16. Minute traf Gisli Kristjansson zum 6:7. Stetig schlug das Pendel um, zur Halbzeit stand es wieder Unentschieden und so setzte sich der Spielfilm ebenso im zweiten Durchgang fort.
Daran änderten selbst die Roten Karten für Ymir Örn Gislason (33.) und auf der anderen Seite Máté Ónodi-Jánoskúti (43.) nichts. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase – auch dank der starken isländischen Keepers. Dabei kam Kristjansson auf sieben Treffer, Magnusson auf vier, Elvar Örn Jonsson wurde erneut vornehmlich in der Abwehr eingesetzt und kam in der Schlussphase nicht mehr zum Einsatz.
„Das war ein großartiger Sieg“, sagte Omar Ingi Magnusson nach Abpfiff. „Wir haben nicht nachgelassen, obwohl es ein sehr schweres Spiel war. Offensiv machen wir immer wieder Druck, defensiv standen wir stark und hatten im Tor Rückhalt.“
Dänemark – Portugal 29:31 (11:12)
Magnus Saugstrup und Co. hatten Probleme, in die Partie zu finden (1:3, 4.), nahmen dann aber schnell das körperliche Spiel der Portugiesen an und gingen erstmals in Führung (7:6, 15.). Es entwickelte sich eine kurzweilige Begegnung, in der besonders die Abwehrreihen samt Torhütern immer wieder für Akzente sorgten. Da Dänemark sich einige Fehler erlaubte, bekam Portugal wieder die Oberhand (9:12, 26.).
Nach der Pause war abermals die Heimmannschaft vorn (17:15, 38.), doch gut eine Viertelstunde vor Abpfiff schlug das Momentum erneut um und die Iberer übernahmen. Obwohl sich Saugstrup – machte zwei Tore in der Partie – und seine Nebenmänner in der Abwehr mühten, konnten sie die Niederlage nicht mehr abwehren.
SCM-Spielplan, 21. Januar
In der Gruppe E stehen die letzten Vorrundenspiele auf dem Programm. In Malmö treffen unter anderem Kroatien und Schweden aufeinander – mit einem SCM-Vereinsduell. „Kroatien ist eines der besten Teams der Welt. Sie spielen eine aggressive Defensive und können schnell umschalten“, blickt Albin Lagergren als einer der vier Magdeburger Schweden auf die Partie voraus.
„Matej Mandic kenne ich natürlich gut. Ich denke, er hat den Vorteil auf seiner Seite. Er ist ein fantastischer Torhüter und es wird hart, wenn er im Tor steht. Aber es wird Spaß machen, gegen ihn zu spielen – wie immer, wenn man gegen Teamkollegen antritt.“
20.30 Uhr // Schweden – Kroatien (sportschau.de, Dyn)
Während für die ersten Mannschaften die Abreise ansteht, wechseln andere das Quartier. Für Frankreich und Norwegen geht es von Oslo nach Herning, wo Dänemark, Portugal, Spanien und Deutschland warten. In Malmö bekommen Schweden und Kroatien derweil Gesellschaft von Island, Ungarn, Slowenien und der Schweiz.
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