Spannender ging es kaum. Österreich gewann gegen Serbien mit 26:25 und setzte damit die Dramatik der Gruppe A fort. Derweil siegte Frankreich in Oslo souverän gegen Gastgeber Norwegen (38:34) und sicherte sich die Tabellenführung in der Gruppe C, während sich Tschechien und die Ukraine zum Abschied mit einem 38:29 trennten.
Bei den Gruppen A und E waren unterdessen sieben Magdeburger im Einsatz – und alle dürfen sich übers Weiterkommen freuen!
Niederlande – Kroatien 29:35 (13:15)
Die Kroaten hatten zunächst das Nachsehen (3:1, 5.). Das Bild drehte sich allerdings schon in der siebten Minute (4:4) und in der 21. Minute fiel das 8:11. Schnell und qualitativ hochwertig blieb die Partie im Anschluss überaus ansehnlich – auch weil beide Seiten sich wenig schenkten. Kurz nach Wiederanpfiff stellten die Niederlande auf 19:19 (37.), doch Kroatien schlug zurück, traf in der 45. Minute zum 22:24, in der 52. Minute zum 25:29 und gewann letztlich souverän.
Magdeburgs Matej Mandic stand dabei nur kurz auf dem Feld: Bei zwei Siebenmeter in der 38. und in der 57. Minute, die er nicht abwehren konnte.
Georgien – Schweden 29:38 (15:20)
Mit Daniel Pettersson auf der Bank, standen die drei Magdeburger Felix Claar, Oscar Bergendahl und Albin Lagergren in der Startaufstellung. Und Claar ließ sich nicht lange bitten. Wie schon im Auftaktspiel gegen die Niederlande legte der SCM-SChütze von Beginn an vor, machte vier der ersten fünf schwedischen Tore. Doch die Georgier hielten stark dagegen, lagen in der 13. Minute sogar mit 8:6 vorn. Diese Führung hielt aber nicht lange an. Schweden wechselte durch, zog auf plus drei davon (12:15, 25.) und lag zur Halbzeit bereits mit 15:20 vorn.
Nach der Pause spielten die Schweden – trotz des weiterhin engagierten Gegners – ihre Qualität aus. Lagergren machte in der 41. Minute das 22:27 und von da an wurde es deutlich. Letztlich bekam Pettersson noch einen Kurzeinsatz, konnte sich aber nicht mehr mit einem Treffer in die Statistik eintragen, Bergendahl machte indes zwei Tore, Lagergren insgesamt vier.
Claar kam auf sechs Tore bei sieben Versuchen. „Es läuft einfach momentan, ich bin sehr zufrieden. Das ist ein sehr gutes Gefühl gerade“, sagte der 29-Jährige.
Deutschland – Spanien 34:32 (17:15)
Schon vor Anpfiff war klar: Lukas Mertens und Co. müssen fürs Weiterkommen mindestens einen Punkt holen. Mehr noch, da der Magdeburger als einziger deutscher Linksaußen ins Spiel ging, war er zusätzlich gefordert. Doch dieser Druck wurde scheinbar problemlos in Energie umgesetzt.
In der Anfangsphase lief alles nach Plan. Die Defensive agierte kompakt und aggressiv, offensiv ging es effektiv zugegen – 4:2 in der 6. Minute. Wenig später netzte Mertens zum 6:4 (9.), schenkte seinem SCM-Kollegen Sergey Hernandez auf der anderen Seite im langen oberen Eck einen ein. Obwohl der Magdeburger Goalie seine Akzente setzte – wie beim gehalten Strafwurf in der 20. Minute –, baute die DHB-Auswahl den Vorsprung aus (15:11, 25.).
Vor fast 10.000 Zuschauern setzte sich der Spielfilm nach der Pause fort – ab der 37. Minute allerdings ohne Hernandez, der nicht auf seine Quote kam. Derweil punktete Mertens weiter, traf im Doppelschlag zum 23:20 (41.) und zeigte auch defensiv seine Klasse. Als Hernandez in der Schlussphase noch einmal ins Spiel kam, konnte er die Niederlage nicht mehr abwenden.
„Ich bin wirklich erleichtert. Das war eines der härtesten Spiele meines Lebens. Sehr intensiv. Aber wir hatten einen guten Plan – offensiv wie defensiv –, und haben dann gewonnen. Jetzt kann die Hauptrunde kommen. Unglaublich, dass wir da mit zwei Punkten reingehen“, freute sich Mertens. Auch im vereinsinternen SCM-Duell hatte er nach Abpfiff die Nase vorne, kam auf vier von vier verwandelte Würfe. Hernandez hingegen hatte vier Paraden bei 28 Würfen.
SCM-Spielplan, 20. Januar
Am Dienstag muss die Schweiz um den Verbleib im Turnier bangen. Bei bisher erst einem Punkt hängt alles an einem Misserfolg der Färinger gegen Slowenien und dem eigenen, hohen Sieg. Dänemark und Island hingegen haben das Ticket für die Hauptrunde schon. Für sie geht es um den Gruppensieg und damit die bessere Position in der Hauptrunde.
„Da kommt viel Physis auf uns zu, ein besonderes Spiel über den Kreis und ein cleveres Rückraumspiel. Auf die Variabilität müssen wir uns einstellen. Aber ich denke wir haben auch ein paar Waffen, die uns helfen werden“, sagte Ex-Magdeburg Janus Dadi Smarason vor der letzten Vorrundenbegegnung. „Ich denke, unsere Fans werden uns noch ein paar Extra-Prozentpunkte geben. Die waren einfach fantastisch.“
18.30 Uhr // Montenegro vs. Schweiz (Dyn)
20.30 Uhr // Dänemark vs. Portugal (sportschau.de, Dyn)
20.30 Uhr // Ungarn – Island (Dyn)
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