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SCM EURO-TAGEBUCH #5: Zwischen Freude und Bangen

Omar Ingi Magnusson wurde Player of the match
Omar Ingi Magnusson wurde ausgezeichnet (Foto: kolektiff images)

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Einige Magdeburger Jungs mussten bei der EM herbe Rückschläge hinnehmen, andere feiern die nächsten Erfolge. Die neuesten Ereignisse rund um die SCM-Spieler gibt’s hier im Überblick.

Am vierten Turniertag war wieder einiges los. Die Färinger setzten sich souverän gegen Montenegro durch (37:24), Portugal kam nicht über ein 29:29 gegen Nordmazedonien und Ungarn holte sich gegen Italien (32:26) die Punkte. Damit zeichnen sich die ersten Entscheidungen ab. Während Frankreich und Norwegen ihr Ticket für die Hauptrunde in Herning schon sicher hatten, folgt nun Dänemark. Hinsichtlich der zweiten Hauptrunde in Malmö sind bisher mit je zwei Siegen Slowenien, Ungarn und Island sowie die Färinger auf Kurs.

Für den SCM heißt das, dass einige Spieler noch etwas länger beim Turnier verweilen dürfen, andere hingegen müssen zittern.

Polen – Island 23:31 (10:13)

Vor wieder einmal vornehmlich blauen Rängen gestaltete sich in Kristianstad zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Obwohl Island sich mit Omar Ingi Magnusson, Elvar Örn Jonsson und Gisli Kristjansson mehrfach gute Möglichkeiten erarbeitete, scheiterte es an der erfolgreichen Umsetzung. Nach und nach steigerte sich der Inselstaat allerdings. Erst stellte Magnusson auf 5:7 (16.) und später auf plus drei (9:12, 28.).

Nach der Pause baute das Team den Vorsprung kontinuierlich aus, Gisli Kristjansson traf zum 13:22 (42.) – und konnte es danach, ebenso wie seine SCM-Teamkollegen, auf der Bank ruhiger angehen lassen. Am Ende kam die Nummer 10 auf drei Treffer, Jonsson auf zwei. Magnusson netzte fünfmal und wurde zum Spieler des Spiels gewählt.

„Ich dachte erst gar nicht, dass ich gemeint war. Die Jungs, die von der Bank kamen, waren richtig stark“, sagte Magnusson. „Insgesamt war das Spiel okay, nicht unser bestes, aber gut. Genauso gilt es für mich.“

Rumänien – Dänemark 24:39 (17:22)

Magnus Saugstrup und seine Dänen machten im zweiten Spiel das, was man von dem vierfachen Serienweltmeister eben erwartet. Ohne sich übermäßig in der Defensive zu verausgaben und konsequent im Abschluss setzte sich das Team nach einer ausgeglichenen und schnelllebigen Anfangsphase (6:6, 8.) schrittweise ab. Schon in der 20. Minute fiel das 20. Tor (14:20), in der 41. Minute waren es plus zehn (18:28).

Noch einmal dominanter kamen die Dänen in der zweiten Halbzeit mehr und mehr ihrer Favoritenrolle nach, bauten ihr Punktekonto aus und machten mit dem zweiten Sieg den nächsten Schritt Richtung Hauptrunde. Saugstrup erzielte einen Treffer.

Schweiz – Slowenien 35:38 (20:14)

Mit Nikola Portner im Tor legte die Schweiz direkt vor und punktete dank ihres konsequenten Tempospiels – auch weil der Magdeburger Schlussmann immer wieder die Würfe des Gegners wegnahm. 3:0 (3.), 6:2 (8.), 8:3 (10.): die Anfangsphase war rotgefärbt. Nach einer knappen Viertelstunde kam zudem Manuel Zehnder ins Spiel, der via Unterarmwurf direkt zum 10:6 traf. Portner hielt und hielt, erzielte sogar noch das 18:12 (25.), bevor Zehnder weiter erhöhte.

Im zweiten Durchgang wuchs der Vorsprungweiter an. Dann aber der Schlüsselmoment: Sloweniens Trainer Uroš Zorman sah in der 37. Minute beim 24:17 Rot nach Meckern. Einmal mehr angespornt legte Slowenien zu. Nach neun Toren Unterschied fiel in der 53. Minute der Ausgleich, kurz darauf das 32:33 und letztlich gab die Schweiz das Spiel komplett aus der Hand – trotz fünf Zehnder-Tore und elf Portner-Paraden. Das Weiterkommen ist für die Alpennation nun mehr als gefährdet.

„Wir sind zusammengebrochen. Keine Ahnung warum, ich habe keine Erklärung und gerade auch keine Worte“, sagte ein sichtliche bewegter und zum Spieler des Spiels ausgezeichneter Portner nach der Niederlage. Zehnder konnte schon wieder voraus blicken: „Klar ist das enttäuschend heute, aber das Turnier ist für uns noch nicht vorbei.“

SCM-Spielplan, 19. Januar

Für Deutschland geht es gegen Spanien um den Hauptrundeneinzug. Lukas Mertens und Co. müssen mit mindestens drei Toren gegen das Team um SCM-Goalie Sergey Hernandez gewinnen – sonst geht das Rechnen abhängig von den Restergebnissen los.

Bei dem Duell stehen alle Vereinsfreundschaften hinten an. „Es ist egal, ob da Lukas Mertens im Team steht oder nicht. Jetzt geht es nicht um den Verein, sondern um die Farben, die ich hier gerade trage und darum, dass mit Spanien weiterzukommen. Das wird schwer genug“, sagte Hernandez, während Mertens konterte: „Das Schöne an unserem Sport und bei diesem Turnier ist, dass man sich schnell neu sortieren kann und muss. Ich bin da optimistisch und guter Dinge, was das Spiel angeht. Sergey hat in den letzten Monaten wenig Schwachstellen gezeigt, aber auch ihn kann man knacken.“

18.00 Uhr // Niederlande – Kroatien (sportschau.de, Dyn)
20.30 Uhr // Deutschland – Spanien (ZDF, zdf.de, Dyn)
20.30 Uhr // Georgien – Schweden (Dyn)

Übrigens: Die SCM-Spieler, die nicht bei der EM für ihre Nationen angetreten, starten heute wieder ins Training. Bennet Wiegert begrüßt Tim Zechel, Tim Hornke, Philipp Weber, Matthias Musche, Christian O’Sullivan und Sebastian Barthold am Montag in der GETEC Arena zur ersten Einheit des Jahres.

Wir begleiten die EM täglich auf unseren Kanälen – sowohl mit Updates auf der Homepage als auch mit exklusiven Eindrücken vom Turnier auf Social Media. Also klickt euch rein!

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