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SCM EURO-TAGEBUCH #19: Glänzender Abschluss

Magnus Saugstrup feiert mit seinem Team
Magnus Saugstrup bei der Siegerehrung mit seinem Team (Foto: Sascha Klahn)

13 Spieler hat der SC Magdeburg bei der Europameisterschaft ins Rennen geschickt, drei kommen mit Medaillen nach Hause. Die Erfolgsgeschichte geht aber darüber hinaus.

Schon vor den Finalspielen war klar, dass die SCM-Spieler mehr zurückbringen würden als Medaillen. Alle Magdeburger erreichten die Hauptrunde – gerade für die beiden Schweizer Manuel Zehnder und Nikola Portner war das ein Riesenerfolg. Erstmals seit 22 Jahren schaffte es die Alpennation so weit.

Während des Turniers wurden außerdem Sergey Hernandez, Omar Ingi Magnusson, Nikola Portner und Felix Claar zum Spieler des Spiels ausgezeichnet, letzterer sogar zweimal. Zudem waren mit Portner, Claar, Magnusson, Gisli Kristjansson, Oscar Bergendahl und Magnus Saugstrup auch sechs SCM-Spieler fürs Allstar-Team nominiert. Ausgezeichnet wurde Gisli Kristjansson als bester Mittelmann.

Spiel um Bronze: Island – Kroatien 33:34 (14:17)

Matej Mandic sorgte gleich für Aufmerksamkeit, indem er den ersten Abschluss der Isländer abwehrte. Kurz darauf konnte ihn dann aber Gisli Kristjansson überwinden und traf zum 1:0. Da beide Torhüter ihre Impulse setzten, blieb die Anfangsphase torarm, wobei sich Mandic und Co. einen leichten Vorsprung erspielen konnten (2:5, 10.). Einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand (6:12, 19.) zum Trotz, kämpfte sich Island wieder heran. In der 24. Minute traf Omar Ingi Magnusson zum 11:13.

Doch Kroatien ließ den Ball besser laufen und gab die Führung nicht ab – egal wie oft sich Kristjansson und Magnusson in die Abwehr stürzten. Nach der roten Karte für Viggo Kristjansson (38., Gesichtstreffer) wurde es dann wieder deutlicher. Ein Grund dafür war erneut Matej Mandic, der nicht nur auf acht Paraden kam, sondern zudem immer wieder die zahlreich angereisten kroatischen Fans animierte. Und die feierten ihn einmal mehr, als sein Team Bronze sicher hatte.

Island musste sich trotz sechs Kristjansson-Toren und zwölf Treffern von Magnusson mit Platz vier abfinden.

„Momentan ist es extrem schwer, aufzunehmen, was gerade passiert ist. Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu schwach, bekommen sie in der Abwehr einfach nicht gestoppt“, sagte Gisli Kristjansson nach Abpfiff. „Auf der anderen Seite macht Matej das überragend, hält leider sehr gute, offene Chancen, die am Ende sehr viel wert sind.“

„Ich habe versucht, einen guten Job zu machen“, spielte Mandic derweil seine Leistung herunter, war aber selbstredend überaus glücklich über die Bronze-Medaille. „Das fühlt sich einfach überragend an. Wir hatten das Ziel vor Augen und haben alles dafür getan. Jetzt feiern wir die ganze Nacht.“

Finale: Dänemark – Deutschland 34:27 (18:16)

Ein Tor links, eins rechts – das Finale wurde schnell seinen Namen gerecht. In der neunten Minute traf Magnus Saugstrup zum 4:3, doch die Partie blieb auf Augenhöhe. Zwar konnte sich der Gastgeber nach der roten Karte für Tom Kiesler (14., Gesichtstreffer) kurz absetzen (10:7, 15.), doch Deutschland glich schnell wieder aus (12:12, 22.). Nachdem Dänemark jedoch den Torhüter wechselte und zwischenzeitig die Hälfte der Würfe abwehrte, ging das Team mit plus zwei in Führung (16:14, 25.) – doch auch diesen Rückstand holten Mertens und Co. auf (19:19, 35.).

Doch während Dänemark immer wieder vorlegte, rannte die DHB-Auswahl meist einem Rückstand hinterher (26:22, 45.). Als dann auch noch Jannik Kohlbacher die rote Karte sah (57., gefährliche Sperre), war die Vorentscheidung gefallen und Deutschland konnte das Spiel nicht mehr auf seine Seite ziehen.

„Wir waren im Finale einfach nicht clever genug in den entscheidenden Phasen, haben zu viel verworfen. Die Niederlage tut jetzt weh, aber mit etwas Zeit werden wir uns alle über Silber freuen. Wir haben jetzt trotzdem Grund zu feiern“, sagte Mertens, der ein Tor in der Partie warf. Auf der anderen Seite war Magnus Sazgstrup schon jetzt überglücklich. „Das fühlt sich gerade unglaublich gut an. Wir haben es so oft versucht, jetzt hat es endlich geklappt. Ich bin so stolz, dass wir diesen Titel gewonnen haben. Das wird jetzt gefeiert“, so der dänische Kreisläufer, der einen Treffer erzielte.

​Insgesamt war es also eine erfolgreiche Europameisterschaft für den SC Magdeburg – aufgrund der drei Medaillengewinner und darüber hinaus. Bevor die Euro-Teilnehmer wieder in den Kreis der Magdeburger Mannschaft zurückkehren, gibt es nun erst einmal ein paar Tage Zeit zur Erholung.

Schon in der kommenden Woche ruft dann aber der Vereins-Alltag. Das nächste Bundesliga-Spiel findet am 11. Februar gegen den TBV Lemgo Lippe in der GETEC Arena statt.

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