Zweiter Hauptrundenspieltag in Malmo: Drei Spiele, drei Duelle auf Augenhöhe und eine Halle, in der die Fans mal wieder für Stimmung sorgten. Nach dem Auftakt der Handball-Party zwischen Slowenien und Ungarn (35:32) kämpften auch acht Magdeburger um Punkte – allerdings nicht unbedingt auf der gleichen Seite.
Island – Schweden 35:27 (18:12)
Es dauerte nicht lange, bis die Magdeburger Verbundenheit in den Hintergrund rückte. Noch beim Aufwärmen hatten sich die vier SCM-Schweden mit ihren zwei isländischen Teamkollegen abgeklatscht, nach Anpfiff dauerte es allerdings nur wenige Sekunden, bis sich Oscar Bergendahl Gisli Kristjansson in der Abwehr vorknüpfte. Während sich die kleinen Nicklichkeiten fortsetzten, legte Island sportlich vor (3:1, 6.) und baute den Vorsprung bis zu Halbzeit aus. Bis dahin hatte sich bis auf Felix Claar die gesamte Magdeburger Gruppe in der Torstatistik verewigt.
Im zweiten Durchgang änderte sich an den Kräfteverhältnissen zunächst wenig. Dann aber verkürzte Schweden durch Claar auf 21:20 (42.) und die Thermik stieg wieder. Doch die Isländer ließen sich die Punkte nicht mehr nehmen und fügten den Schweden die erste Turnierniederlage zu.
„Wir haben gegen ein deutlich besseres Island verloren. Sie waren uns zwei Klassen überlegen und wir konnten sie überhaupt nicht stoppen“, sagte Claar, der damit auch auf seinen Teamkollegen Gisli Kristjansson anspielte. Mit drei Toren, neun Vorlagen und vier herausgeholten Siebenmetern agierte der 26-Jährige wieder einmal auf höchstem Niveau.
Derweil trafen Magnusson und Daniel Pettersson je viermal, Albin Lagergren fünfmal sowie Claar und Bergendahl je einmal.
„Wow, was für ein Mannschaftssieg! Ein Heimteam zu schlagen und das so unglaublich überzeugend zu tun, wie wir es getan haben, macht den Erfolg umso schöner“, sagte Kristjansson später gegenüber den Medien.
Schweiz – Kroatien 24:28 (11:13)
Manuel Zehnder eröffnete das Spiel mit einem Kontertor, legte im folgenden Angriff direkt einen Fernwurf nach. Der Magdeburger Rückraumspieler bestimmte die Anfangsphase ebenso wie sein Teamkollege Nikola Portner, der direkt die ersten zwei Würfe entschärfte. Erst in der 10. Minute gelang Kroatien – ohne Matej Mandic im Kader – der erste Treffer (4:1). Doch die Hrvatska machten Land gut, glichen aus und gingen in der 19. Minute sogar mit 7:9 in Führung.
Die Schweiz auf der anderen Seite traf knapp sechs Minuten lang nicht und kam auch danach nicht wieder in die Spur. In der 42. Minute war der Rückstand auf 15:20 angestiegen. Drei Treffer von Zehnder und drei Paraden von Portner reichten nicht, und die nächste Niederlage der Schweiz zu verhindern.
SCM-Spielplan, 26. Januar
Die Vorfreude im dänischen Lager vor dem Duell gegen Deutschland ist groß. Schließlich spielen viele der Akteure gegen Vereinskollegen, kennen sich beide Seiten gut. So formulierte es auch Magnus Saugstrup, der gleichzeitig vor der Physis der Deutschen warnte.
Auf der anderen Seite blickt auch Lukas Mertens gut gestimmt auf das Duell: „Es ist ein absolutes Highlight gegen Dänemark zu spielen. Wir wissen, dass das die beste Handballmannschaft auf diesem Planeten ist. Für uns ist das immer wieder ein absolutes Riesenspiel, auch vor ausverkauftem Haus in Dänemark zu spielen“, sagte Mertens. „Wir wissen, dass das nicht einfach wird und werden alles reinlegen, was wir haben.“
Insgesamt beurteilt der Magdeburger, der mit Deutschland nur noch zwei Punkte vom Halbfinale entfernt ist, den bisherigen Turnierverlauf positiv. „Wir hatten ein paar Höhen und Tiefen, wie das eben so ist bei einem Turnier. Wir stehen aber in der Hauptrunden-Gruppe mit sechs Punkten auf Platz eins – da können wir durchaus zufrieden sein.“
Für die Spanier hingegen geht es in den verbleibenden zwei Spielen darum, sich gut aus dem Turnier zu verabschieden. „Wir sind ein aufsteigendes Team mit vielen jungen Spielern, die Praxis sammeln und lernen müssen. Es wird hart, doch wir wollen immer gewinnen. Wir werden weiter machen, damit wir in Zukunft stärker sind“, erklärt Hernandez.
18.00 Uhr // Spanien vs. Frankreich (zdf.de, Dyn)
20.30 Uhr // Deutschland vs. Dänemark (ARD, sportschau.de, Dyn)
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