In der ersten Begegnung in Herning sorgte Titelverteidiger Frankreich schnell für klare Verhältnisse, gewann nach einem 28:15 zur Halbzeit mit 46:38 deutlich gegen Portugal. Die folgenden Spiele waren dann ausgeglichener – und haben die drei eingesetzten SCM-Spieler ordentlich gefordert.
Spanien – Dänemark 31:36 (14:16)
Sergey Hernandez und die Spanier erwischten den schlechteren Start (1:4, 6.), kamen aber nach kurzen Anlaufproblemen besser in die Partie (6:7, 13.). Allerdings blieb die Angriffseffektivität der Dänen um Magnus Saugstrup hoch, während Hernandez nur selten eine Hand an den Ball bekam. So verteidigte der Weltmeister die Führung. Trotzdem: Spanien blieb dran, traf kurz nach der Pause zum 15:16 (31.).
Nur wenige Minuten später betrug der Rückstand allerdings vier Tore (17:21, 38.) – und Hernandez musste nach bis dato vier Paraden auf die Bank. Da Spanien weiter zurückfiel 18:24 (42.), stand der Magdeburger Keeper aber schnell wieder auf dem Feld. Doch auch er konnte mit seinen insgesamt sieben abgewehrten Bällen die Niederlage gegen Dänemark nicht abwenden. Auf der anderen Seite erzielte Saugstrup zwar kein Tor, hatte aber sowohl in der Abwehr als auch durch seine Offensivsperren seinen Anteil am Erfolg.
Während Hernandez sich nach dem vorzeitigen Aus im Rennen um die Halbfinal-Plätze enttäuscht Richtung Kabine verabschiedete, durfte sich Saugstrup über die nächsten Punkte freuen. „Wir kriegen es anfangs nicht ganz so gut hin, wie wir es uns vorgenommen hatten. Aber dann lösen wir es, dank unseres guten Torhüters und weil unser Angriff immer wieder Lösungen findet“, sagte der Kreisläufer nach Abpfiff.
Deutschland – Norwegen 30:28 (15:17)
Die DHB-Auswahl begann stockend und fiel schnell mit 2:5 (10.) zurück. Doch mit zunehmender Spielzeit steigerte sich das Team um Lukas Mertens und erspielte sich erst ein (7:8, 16.), bevor das 11:10 (21.) erzielt werden konnte. Allerdings blieb das Spiel wellenhaft.
Zur Pause war Norwegen wieder in Front, dann zog Deutschland nach (20:19, 41.) und so blieb es eine kurzweilige, ausgeglichene Partie, in der sich besonders die Torhüter profilierten. Doch der Vorteil lag auf der Seite der DHB-Spieler, die mithilfe eines zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Vorsprungs (26:21, 49.) den Sieg über die Zeit retteten. Mertens kam dabei nicht allzu oft zum Zug, konnte aber ein Tor erzielen.
SCM-Spielplan, 25. Januar
Nach dem Duell zwischen Slowenien und Ungarn, kommt es in Malmö zur Begegnung zwischen den vier Magdeburger Schweden, die bisher noch ohne Punktverlust sind und unseren zwei Isländern, die zuletzt eine schmerzhafte Niederlage gegen Kroatien wegstecken mussten.
„Wir müssen schnell aus unseren Fehlern lernen. Mit Schweden kommt jetzt eine ganz andere Mannschaft, auf die wir uns gut vorbereiten müssen“, sagte Gisli Kristjansson im Vorfeld, der nach dem ersten Hauptrundenspieltag, als bester Vorlagengeber die Turnier-Statistik anführte. „Das wird richtig Spaß machen, gegen sie in einer vollen Halle und bei dieser Stimmung zu spielen. Ich denke, wir können sie schlagen – leicht wird das aber nicht.“
Beim Spiel danach trifft nicht nur Manuel Zehnder mit der Schweiz auf Kroatien, es kommt auch zum SCM-Torhüter-Duell zwischen Nikola Portner und Matej Mandic. „Ich denke, der Sieg gegen Island hat ihnen wieder Selbstvertrauen gegeben. Ihre Spielweise mit einer starken Verteidigung und schnellem Umschaltspiel wird eine große Herausforderung für uns werden“, blickt Portner voraus. „Wir müssen weiter zusammenarbeiten und Charakter zeigen, um da etwas mitzunehmen.“
18.30 Uhr // Island vs. Schweden
20.30 Uhr // Schweiz vs. Kroatien
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