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SCM EURO-TAGEBUCH #10: Zwischen Enttäuschung und Jubel

Gisli Kristjansson mit Ball
Gisli Kristjansson im Spiel gegen Kroatien (Foto: kolektiff images)

Ein aufreibendes Spiel zum Start, gefolgt von einer verschenkten Chance und einem strapazierenden Abnutzungskampf – der erste Spieltag in Malmö war aufgeladen. Die neuesten Ereignisse rund um die SCM-Spieler gibt’s hier im Überblick.

Es geht im Wechsel weiter. Nachdem in Herning der Auftakt in die Hauptrunde schon am Donnerstag stattgefunden hatte, diente der Freitag den Spielern für die Ruhe, sah man zum Beispiel die dänischen Spieler durch die Straßen spazieren. Gleichermaßen zogen zahlreiche Fanscharen aus sämtlichen Nationen in die 50.000-Einwohner-Stadt ein, um hier am Wochenende ihrer jeweiligen Mannschaft zuzujubeln.

Schweden legte handball-technisch einen Tag später nach. Aus Sicht der SCM-Spieler waren die Ereignisse in Malmö allerdings nicht unbedingt positiv.

Island – Kroatien 29:30 (15:19)

Kroatien – diesmal ohne Matej Mandic im Kader – begann stark, stellte in der körperbetonten Partie in der 9. Minute auf 4:7. Die Isländer um Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson hatten unterdessen Probleme, sich gegen die überaus offensive und agile gegnerische Defensive durchzusetzen, während sie in der eigenen Abwehrarbeit die nötige Aggressivität vermissen ließen und schwer mit den Fernwürfen des Gegner zu kämpgen hatten. Bis zur Halbzeit betrug der Rückstand schon minus vier.

Nach der Pause traf Omar Ingi Magnusson zum 19:20 (38.), doch so richtig umschwenken wollte das Momentum nicht. Mit voranschreitender Spielzeit wurde der Spielstand wieder klarer – trotz acht Toren von Magnusson. Kristjansson blieb ohne Treffer.

„Sie haben das gut gespielt und wir hatten nach der ersten Halbzeit einen zu großen Rückstand. Wir haben öfter wieder aufgeholt, konnten aber aus irgendeinem Grund nicht in Führung gehen“, sagte Omar Ingi Magnusson im Anschluss. „Diese Niederlage könnte für uns teuer werden.“

Schweiz – Ungarn 29:29 (20:14)

In ihrem ersten Hauptrundenspiel seit 22 Jahren legte die Schweiz fulminant los. Kapitän Nikola Portner traf in der neunten Minute zum 7:4 und sorgte vornehmlich dafür, dass sich die Ungarn mehr und mehr aufrieben. Mit einer Quote von 39 Prozent in der ersten Halbzeit war der Torhüter ein bedeutender Faktor dafür, dass sein Team mit plus sechs in die Pause ging.

Auch im zweiten Durchgang verlief der Spielfilm zunächst weiter zugunsten der Alpennation (22:15, 33.), die dann aber zunehmend den Faden verlor. Wie schon gegen Slowenien verschenkte das Team die hohe Führung, konnte sich diesmal aber immerhin einen Punkt retten. Dabei erzielte Manuel Zehnder keinen Treffer, Portner kam auf starke 31,58 Prozent.

Slowenien – Schweden 31:35 (15:13)

Schweden begann mit Felix Claar, Albin Lagergren und Oscar Bergendahl wie gewohnt mit der Magdeburger Achse, die anfänglich – so wie der Rest der Mannschaft – mit einer schlechten Effektivität zu kämpfen hatte. Slowenien schlug daraus Profit (4:1, 9). Über ihre starke Abwehr-Torhüter-Kooperation fand das Team besser ins Spiel (6:6, 16.). Da Slowenien aber nervenstark blieb, reichte es bis zur Pause nur für ein 15:13.

In der zweiten Halbzeit griff dann auch Daniel Pettersson ins Spiel ein und Oscar Bergendahl machte seine ersten Treffer. Im Doppelschlag stellte letzterer auf 15:16 (34.) und erzielte auch die erste Drei-Tore-Führung (15:18, 39.). Von da an zog Schweden die Partie und holte sich die Punkte.

„Sie waren in der ersten Halbzeit wirklich gut, aber wir waren in der zweiten Halbzeit noch besser. In der zweiten Halbzeit haben wir einfach unser Spiel fortgesetzt, aber besser getroffen“, sagte Bergendahl später.

SCM-Spielplan, 24. Januar

Das erste Duell des Tages in Herning zwischen Portugel und Frankreich findet ohne Magdeburger Beteiligung statt. Danach aber geht es direkt in die Vollen, wenn Magnus Saugstrup und Sergey Hernandez aufeinandertreffen. Besonders die Spanier stehen dabei als einziges Team ohne Punkte in der Hauptrundengruppe unter Druck.

„Unser Weg ist nach den zwei Niederlagen nicht leichter. Jetzt erwartet uns mit Dänemark der nächste schwere Gegner. Die kommenden Spiele werden zeigen, wo wir unter den Top-Nationen stehen“, sagte Ex- und bald wieder Magdeburger Antonio Serradilla. „Aber solange wir noch im Rennen sind, werden wir alles geben. Wie kämpfen gut als Mannschaft, uns fehlte bisher aber das entscheidende Momentum, um die Spiele zu entscheiden.“

Deutschland und Lukas Mertens gehen hingegen als Tabellenführer in das Spiel gegen Norwegen.

18.00 Uhr // Spanien vs. Dänemark (sportschau.de, Dyn)
20.30 Uhr // Deutschland vs. Norwegen (ZDF, sportschau.de, Dyn)

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