Die Schweizer gehören zu jenen Teams, die jüngst einen Sprung im Welthandball gemacht haben. Nachdem die Nation im vergangenen Jahrzehnt nicht bei Großturnieren dabei war, schaffte das Team, das mittlerweile von Ex-HBL-Profi Andy Schmid trainiert wird, 2024 die Qualifikation für die EM und wurde 2025 bei der WM bemerkenswert Elfter.
„Ich hoffe, dass wir eine sehr, sehr gute EM spielen. Auch damit wir gute Chancen haben und uns für die WM zu qualifizieren. Bei diesen Events vertreten zu sein, ist für die Entwicklung des Handballs bei uns enorm wichtig – auch im Hinblick auf das Heimturnier 2028“, sagt Kapitän Nikola Portner. „Aber wir müssen das Schritt für Schritt machen.“

Das erste Spiel bestreitet das Team gegen die Färinger. „Da wird es wichtig, dass wir gut ins Turnier starten. Die Färinger haben eine Mannschaft im Aufschwung. Ein bisschen so wie wir. Sie haben mit Elias Ellefsen á Skipagøtu, Óli Mittún und Vilhelm Poulsen junge Talente, die bei klasse Vereinen spielen und werden wahrscheinlich auch mit einer großen Fangemeinschaft anreisen. Die werden in Oslo für Stimmung sorgen – das könnte ein entscheidender Punkt werden.“
Im Anschluss wartet mit Slowenien ein Gegner, der permanent auf internationaler Ebene vertreten ist und den Sprung in die Top-Fünf anvisiert. „Das ist das Team, das die meiste Erfahrung mitbringt und für mich der Favorit in unserer Gruppe. Die haben gute Spieler, die in Topvereinen unter Vertrag stehen. Dazu klappt der Generationswechsel. Das wird ein Riesen-Fight.“
Kämpferisch und emotional wird es wahrscheinlich auch gegen Nordmazedonien. „Ich glaube, das ist die Mannschaft, die am schwierigsten einzuschätzen ist. Montenegro ist für mich eine Turniermannschaft – wenn es anfängt zu laufen, dann läuft es und man kann sie kaum stoppen. Sie kommen extrem über ihre Fans und Emotionen, geben alles für ihre Nation.“
Terminübersicht
Die Schweizer treffen sich am 2. Januar erstmals zum Lehrgang. Vom 8. bis 10. Januar steht dann der traditionelle Yellow Cup in Winterthur bevor, bei dem das Team auf die Ukraine (8. Januar), Bahrain (9. Januar) und Nordmazedonien (10. Januar) trifft.
EURO: GRUPPE D
16.01.2026, 20.30 Uhr // FAR vs. SUI
18.01.2026, 20.30 Uhr // SUI vs. SLO
20.01.2026, 18.00 Uhr // MKD vs. SUI
Den gesamten Spielplan gibt es bei der EHF.
Es gibt sechs Vierergruppen, von denen je die ersten Zwei in eine der zwei Hauptrunden weiterziehen. Die Punkte werden mitgenommen. Dann qualifizieren sich jeweils die besten Zwei für das Halbfinale. Das Finale findet am 1. Februar statt.
Der gesamte Kader der Schweizer Nationalmannschaft
Nikola Portner (SC Magdeburg), Matthieu Seravalli (BSV Bern), Lucas Meister (Kadetten Schaffhausen), Lenny Rubin (TVB 1898 Stuttgart), Manuel Zehnder (SC Magdeburg), Felix Aellen (ThSV Eisenach), Michael Kusio (BSV Bern), Samuel Röthlisberger (TVB 1898 Stuttgart), Dimitrij Küttel (Kadetten Schaffhausen), Luka Maros (Kadetten Schaffhausen), Gino Steenaerts (Rhein-Neckar Löwen), Lukas Laube (THW Kiel), Levin Wanner (BSV Bern), Luca Sigrist (HC Kriens-Luzern), Samuel Zehnder (TBV Lemgo Lippe), Joel Willecke (TBV Lemgo), Niclas Mierzwa (Pfadi Winterthur), Noam Leopold (HBC Nantes), Mehdi Ben Romdhane (Pfadi Winterthur)
*der Kader wird noch auf 18 Spieler reduziert