SCM-News

Unentschieden zwischen SCM und TSV macht Tabelle noch spannender

SCM-Rückraumspieler Filip Kuzmanovski setzt sich gegen die gegnerische Abwehr durch.
2020-02-07_Kay_km

In einem Phasenspiel mit Aufs und Abs konnte sich unser SCM gestern Abend beim 30:24 (53.) im Bundesliga-Verfolgerduell gegen die TSV Hannover-Burgdorf schon wie der Sieger fühlen. Am Ende stand leider nur ein 30:30. In doppelter Unterzahl, Erik Schmidt und Piotr Chrapkowski mussten mit Zeitstrafen raus, verspielte der SCM seine Souveränität. „Mir fehlen im Moment ein bisschen die Worte, was wir da machen. Ich habe das Gefühl, dass wir über 50 Minuten die bessere Mannschaft sind und am Ende fühlen wir uns wie die Verlierer“, sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert.
Der verletzte Gisli Kristjansson, er fliegt mit seinem Vater am Samstag nach Island und wird dann in Reykjavik an der linken Schulter operiert, litt hinter der Bank mit: „Wir hatten das Spiel komplett im Griff, wir haben zwischenzeitlich mit sieben Toren geführt.“ Die Abwehr der Grün-Roten stand, hat gut verschoben, dahinter kam Jannick Green auf 10 Paraden und Tobias Thulin hielt 2 Siebenmeter. Mit Ballgewinnen lief wieder das Tempospiel, Gegenstöße wurden zu Toren genutzt. Neuzugang Kay Smits hätte bei seinem starken SCM-Einstand (6 Tore bei 8 Würfen) so gern gewonnen: „Aber wir machen am Ende leider einige Fehler.“ Auch weil Hannovers Trainerfuchs Carlos Ortega umgestellt hatte. „Wir haben die 5:1-Deckung probiert und Fehler beim SCM provoziert. So wurde es für uns noch ein Erfolgserlebnis und für den SCM ein Nackenschlag, nach gutem Spiel nur einen Punkt zu haben.“ Die TSV-Torhüter (Ebner 8, Lesjak 4 Paraden) schafften am Ende noch ein Unentschieden zwischen den Pfosten. Im SCM-Angriff stehen 16 Fehlwürfe und 7 technische Fehler in der Statistik.
Nach Abpfiff jubelte nur Hannover über das 30:30-Unentschieden. National-Rechtsaußen Timo Kastening (13 Tore bei 16 Würfen): „Einen Punkt aus Magdeburg mitzunehmen, ist für Hannover immer ein super Gefühl. So, wie das heute zustande gekommen ist, ist so ein Unentschieden fast noch schöner. Dass ich da mit 13 Toren etwas zu beitragen konnte, ist natürlich klasse. Unser Glück war es heute, dass das Spiel so früh entschieden war. Ich glaube, dass Magdeburg die Viertelstunde vor dem Ende das Spiel im Kopf schon gewonnen hat, wir haben weitergespielt. Manchmal läuft das dann so. Das war eine unglaublich geile Aufholjagd und am Ende können wir da sehr stolz drauf sein.“
Die Tabellensituation ist aktuell ein Siebenkampf um den Meistertitel. SCM-Coach „Benno“ Wiegert: „Am besten man guckt gar nicht mehr auf die Tabelle, denn wir müssen unsere Spiele gewinnen. Es wird noch enger, Melsungen ist wieder rangekommen. Für den Zuschauer interessant, für uns super aufreibend. Auch mit den vielen Spielen die richtige Balance zwischen Be- und Entlastung zu finden.“ Für den SCM geht es bereits am Sonntag um 13 Uhr in der GETEC Arena mit dem Auftakt in die EHF-Cup-Gruppenphase gegen Sloweniens Spitzenteam RK Gorenje Velenje weiter.

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