SCM-News

Trainer Wiegert: „Wir haben mit einem guten Gefühl Hunger geweckt auf den Februar“

Die Spieler des SC Magdeburg jubeln und klatschen nach dem Sieg für die Fans.
2019-12-30_SCMgegenWetzlar

Diese Saison in der LIQUI Moly Handball-Bundesliga ist ein Kracher. Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft ist spannend wie lange nicht. Nach dem Start-Ziel-Sieg beim 34:27 gegen die HSG Wetzlar ist unser SCM an den Top 3 Kiel, Hannover und Flensburg dran. „Es ist schön an Silvester jetzt auf die Tabelle zu gucken. Wir haben eine sehr gute Chance in der Rückrunde was Besonderes zu machen. Bekommen wir keine Niederlage mehr, dann gewinnen wir die Meisterschaft. Wir wissen aber, dass dies schwierig wird. Ich bin schon sehr gespannt, was am 2. Februar in Flensburg passiert“, blickt SCM-Rückraumshooter Michael Damgaard (9 Tore gestern) lächelnd und mit viel Zuversicht voraus.

Im Januar ist EM-Pause, danach ist beim Meister in Flensburg Auftakt zu den letzten 14 Liga-Spielen. Die Jahresendpartie gegen Wetzlar war eine klare Sache. In einem Phasenspiel mit Auf und Ab auf beiden Seiten haben unsere Grün-Roten abgezockt die schwache Leistung der Wetzlarer, die nicht an ihre Gala vom Sieg beim Spiel in Kiel (27:20) anknüpfen konnten,  ausgenutzt. Auch wenn der SCM (Green 4, Thulin 3 gehaltene Bälle) das Torhüterduell mit 7:11 gegen die HSG verlor und im Angriff 17 Fehlwürfe und 8 technische Fehler unterliefen, war der Sieg nie in Gefahr. „Als Profis muss die Fehlerzahl immer so gering wie möglich sein. Daran arbeiten wir“, sagte SCM-Linksaußen Lukas Mertens. Er war bei 100 Prozent in seiner Einsatzzeit in der 2. Halbzeit. „Speedy“ hat alles richtig gemacht. 5 Versuche, 5 Treffer und das Sahnestück als Silvesterböller. Den langen Pass von Torhüter Jannick Green im Flug angenommen und knallhart eingenetzt zum 29:21 (45.). Speedy“ strahlte bei den Standing Ovations der 6.600 Zuschauer in der ausverkauften GETEC Arena und lobte den Assist vom Torhüter: „Von Jannick kriege ich einen ganz guten Pass. Das Timing muss stimmen. Vor zwei Jahren gelang uns beiden schon so ein Tor.“

HSG-Trainer Kai Wandschneider sah sein Team gestern chancenlos in Magdeburg. „Energie ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Energie. Wir hatten gegen den SCM überhaupt keine Einstellung, wir waren von der ersten Sekunde an nicht auf dem Feld. Da kann man dann auch nicht mehr nachjustieren. Wir waren nicht fokussiert genug. Das spannte sich wie ein roter Faden über die ganzen 60 Minuten.“ Unser SCM hatte die HSG in der 2. Halbzeit am Rande einer zweistelligen Schlappe. Trainer Bennet Wiegert war erleichtert nach der Anspannung vor dem Anwurf: „Wer seine Hausaufgaben nicht macht, der wird schmerzhaft bestraft. Ich bin froh, dass die Jungs mit einem guten Gefühl in die EM-Pause gehen und wir Hunger geweckt haben auf Februar, wenn es weitergeht. Die Liga ist ausgeglichen wie.“ Unsere Grün-Roten haben sich im Titelrennen um die Meisterschale eine Top-Ausgangsposition geschaffen. Gleich nach dem Wetzlar-Spiel düsten Jannick Green, Mika Damgaard (Dänemark), Daniel Pettersson, Albin Lagergren (Schweden), Zeljko Musa (Kroatien), Filip Kuzmanovski (Nordmazedonien), Piotr Chrapkowski (Polen) und Christian O´Sullivan (Norwegen) zur Silvesterfeier in der Heimat und direkt danach beginnt die EM-Vorbereitung mit ihren Nationalmannschaften. SCM-Coach „Benno“ Wiegert zur Planung mit den in Magdeburg bleibenden Spielern: „Jetzt sind zwei Wochen Urlaub zum erholen. Am 13. Januar ist dann offizieller Trainingsstart.“ Drei Wochen Vorbereitung auf die Attacke unserer Grün-Roten im Titelkampf.

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