SCM-News

Trainer Bennet Wiegert: „Der 3:9-Lauf gegen uns machte es verdammt schwer“

2019-10-01_Matze_MT

Es geht immer weiter. „Wir müssen gewinnen“, sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert nach dem Abpfiff beim 30:31-Pokal-Aus gestern Abend bei den Füchsen Berlin. Unsere Grün-Roten brauchen ein Erfolgserlebnis um wieder die Erfolgsspur zu finden. Nächste Gelegenheit ist das Bundesliga-Heimspiel am Samstag um 18.30 Uhr (GETEC Arena, live bei Sky) gegen FRISCH AUF! Göppingen. „Wir sind aus dem Pokal raus, es fühlt sich momentan in der Kabine bei den Spielern sehr leer an“, sagte unser Coach „Benno“ Wiegert in der Max-Schmeling-Halle. „Glückwunsch zum Weiterkommen ins Viertelfinale an die Füchse. Den Wunsch hatten wir auch.“

In den ersten 30 Spielminuten lagen die Grün-Roten im Plan. Bennet Wiegert: „Wir haben eine ganz vernünftige 1. Halbzeit gespielt. Hätten auch zwei, drei Tore höher führen können als 16:15. Die ersten Minuten der 2. Halbzeit bringen uns dann darum, in Berlin für was in Frage zu kommen. Der 3:9-Lauf gegen uns machte es verdammt schwer.“ Vom 16:15 bis zum 19:24 erzielten die Magdeburger Jungs nur drei Tore in genau 16 Minuten. „In der 2. Halbzeit haben wir anders in der Abwehr agiert und die Umstellung hervorragend gelöst“, analysiert Berlins Geschäftsführer Bob Hanning. Im Angriff standen bei unserer Mannschaft 15 Fehlwürfe (davon allein 11 in Hälfte zwei) und 5 technische Fehler in der Spielstatistik. Spielentscheidend war auch Füchse-Weltklassekeeper Dejan Milosavljev mit 10 Paraden (Fangquote 31 Prozent). Er gewann das Torwartduell gegen unsere SCM-Jungs zwischen den Pfosten, Tobias Thulin (5 Paraden) und Jannick Green (keine Parade), die zusammen auf nur 13,9 Prozent Fangquote kamen. Der SCM kämpfte sich nach dem 21:26 mit Moral wieder ran. Bennet Wiegert: „Aber da fehlte bei eigenem Ballbesitz der Nadelstich zum 25:26 und die Füchse zogen wieder weg. Ich glaube nicht, dass wir noch mal die Chance hatten, den Ausgleich zu machen. Die Füchse haben es souverän zu Ende gebracht.“ Berlins Trainer Velimir Petkovic wusste: „Wir haben hochverdient gewonnen. Aber bei plus 3 oder 5 darf man sich nicht sicher sein, gegen eine Top-Mannschaft wie Magdeburg.“

SCM-Linksaußen „Matze“ Musche kämpfte leidenschaftlich auf der Platte, netzte 9 Tore ein und gestand nach dem Pokalderby in unfassbarer Atmosphäre im „Fuchsbau“: „Wir haben drei, vier kleine Fehler zu viel gemacht. Das entscheidet am Ende so ein Duell auf Augenhöhe.“ Das Spiel war wie erwartet ein Krimi. Ohne den neuen Füchse-Sportdirektor Stefan Kretzschmar (46, macht Urlaub in Portugal), aber mit dem früheren SCM-Erfolgstrainer Alfred Gislason (60, zuletzt THW Kiel) auf der Tribüne. Dreimal hatten die Berliner bisher in den Pokal-Duellen das Nachsehen gegen unsere Grün-Roten. Gestern Abend hat der Hauptstadt-Klub den Fluch besiegt.

Für unsere Magdeburger Jungs geht es am Samstag gegen Göppingen darum, nach drei Niederlagen in der Bundesliga, endlich wieder doppelt zu punkten. Der Druck ist nach dem Pokal-Aus gestern in Berlin noch größer geworden.

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