SCM-News

Trainer Bennet Wiegert: „Das Ergebnis ist ein Geschenk für uns“

SCM-Spieler Albin Lagergren im weißen Auswärtstrikot bricht im Sprungwurf durch die gelbe Abwehr der Rhein-Neckar Löwen durch.
2018-12-07_RNLgegenSCM

Das war gestern am Nikolaustag eine Handball-Achterbahnfahrt. Bei der 22:28-Niederlage in Mannheim gegen die Rhein-Neckar Löwen ging es für unseren SCM erst ganz tief runter, dann ansatzweise hinauf. „Das Ergebnis ist ein Geschenk für uns“, sagt Trainer Bennet Wiegert mit Blick auf den 8:18-Pausenstand. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden. Wir sind hier her gekommen, um zu gewinnen. Das war heute zu keinem Zeitpunkt drin, weil wir über die gesamte Spielzeit nicht zu unserem Tempo gefunden haben. Wir haben zu viele Fehlwürfe gehabt und das lädt die Löwen zu Gegenstößen ein. Sie haben das vor der Pause gnadenlos ausgenutzt. Am Ende war das nur noch Ergebniskosmetik für uns.“ Nach dem Verfolger-Duell in der Bundesliga war „Benno“ Wiegert tief enttäuscht. Die Statistik ist schonungslos. In den 60 Minuten hat man mit 27 Fehlwürfen, 9 technischen Fehlern, einer Wurfquote von 45 Prozent und der Angriffseffektivität, die bei 38 Prozent lag, keine Chance ein Spiel zu gewinnen. Im Tor hatten die Löwen das Plus mit Andreas Palicka (17 Paraden) gegenüber Dario Quenstedt (9 Paraden) und Jannick Green (4 Paraden) bei unseren Grün-Roten. Zu allem Überfluss verloren wir auch noch Spielmacher Marko Bezjak mit Verdacht einer Mittelfußfraktur. „Die 1. Halbzeit ist nicht zu akzeptieren. Mir fehlen die Worte. Wir haben viel verworfen, da war ich nicht der Einzige. Die Unsicherheit der letzten Tage nach den Niederlagen gegen Porto und Göppingen, war vielleicht zu groß. Ich hatte das Gefühl, dass die Einstellung und der Wille da waren. Wir müssen jetzt alle gemeinsam zusammenstehen. Wenn wir jetzt jedes Spiel gewinnen, werden wir vielleicht noch Meister“, sprach unser neunfacher  (bei 19 Versuchen) Torschütze Michael Damgaard. Sky-Experte und SCM-Ikone Stefan Kretzschmar analysierte: „Das Spiel war schon zur Pause gelaufen. Man hatte das Gefühl, den SCM hat eine kollektive Grippe gepackt. Die Löwen haben in der 2. Halbzeit den Schongang eingelegt. Magdeburg hat allerdings dann auch gut verteidigt. Insgesamt haben die Löwen verdient gewonnen. Bei Magdeburg fällt es derzeit jedem Spieler schwer, das Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Die Ausfälle kommen dann auch noch dazu und das kann man in Magdeburg nicht Eins zu Eins kompensieren.“ Für unsere SCM-Jungs geht es immer weiter, gilt es, die Köpfe wieder hoch zu nehmen, Einzelgespräche zu führen. „Da wartet jetzt jede Menge Arbeit auf uns. Es ist besser, diese Fehler intern zu besprechen, denn jetzt sind viele Emotionen dabei und das würde zu weit gehen. Man muss sich der nicht guten Phase jetzt stellen und die zweiwöchige Pause nutzen, um das Selbstvertrauen, was wir uns am Anfang der Saison aufgebaut haben, mit harter Arbeit zurückzuerlangen“, blickt Trainer Bennet Wiegert voraus. „Es ist interessant zu beobachten, wie wir damit umgehen und Stärke aus den drei Niederlagen ziehen. Wir müssen die Ruhe bewahren und die Basis vom Saisonanfang wieder abrufen. Daran arbeiten wir.“ Unsere SCM-Jungs haben schon oft bewiesen, dass sie nach Niederlagen gestärkt zurückkommen. Das wird unsere Mannschaft im jetzt noch extrem wichtiger gewordenen Pokal-Viertelfinale am 19. Dezember (19 Uhr, GETEC Arena) gegen FRISCH AUF! Göppingen beweisen.

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