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Stolpern verboten – SCM reist zum Schlusslicht Potsdam

Foto: Franziska Gora

Mit dem Auswärtsspiel beim 1. VfL Potsdam endet am morgigen Sonntag eine Mammutwoche für den SC Magdeburg. Drei Ligaspiele in sechs Tagen standen dann für die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert auf dem Programm.

Nach der Gala gegen die TSV Hannover-Burgdorf am vergangenen Montag und dem Krimi gegen den ThSV Eisenach am Donnerstag, jeweils zu Hause, reist der SCM nun zum Tabellenschlusslicht und bereits feststehenden Absteiger aus Potsdam. Anwurf in der MBS Arena ist um 16:30 Uhr. Die Partie ist dabei das Nachholspiel des vierten Spieltages, der im letzten Jahr aufgrund der Teilnahme der Magdeburger bei der Club WM in Ägypten verlegt werden musste.

Mit dann 30 absolvierten Bundesligaspielen schließt der SCM am Sonntagabend in der Tabelle zu den beiden führenden Clubs aus Berlin und Melsungen auf, bei einem Erfolg vorausgesetzt, beträgt der Rückstand des Deutschen Meister auf das Duo an der Tabellenspitze weiterhin nur einen Zähler. Alles andere als ein Sieg wäre eine riesige Überraschung und womöglich auch das Ende der Magdeburger Meisterträume. Wie eng die Partien in der DAIKIN Handball Bundesliga sind, musste der SCM aber nicht zuletzt am vergangenen Donnerstag erkennen, als eine starke Eisenacher Mannschaft kurz vor einem Punktgewinn in der GETEC Arena stand und damit womöglich schon für eine Vorentscheidung im Titelkampf gesorgt hätte.

Die Gastgeber am Sonntag, die in der vergangenen Saison von Füchse Berlin Geschäftsführer Bob Hanning als Trainer in die höchste deutsche Spielklasse geführt wurden, galten als absoluter Sensationsaufsteiger. Mit aktuell nur vier Pluspunkten war die Rückkehr der jungen Mannschaft in die 2. Bundesliga jedoch schon früh abzusehen, dabei spielen die Potsdamer durchaus einen ansehnlichen Handball und verpassten in einigen Spielen äußert unglücklich weitere Punktgewinne. Zuletzt zeigte sich die Mannschaft um den besten Torschützen Jannek Klein gegen den Rekordmeister THW Kiel über 50 Minuten ebenbürtig, ehe die Kieler mit einem Kraftakt in den Schlussminuten noch zum 25:22 Erfolg kamen. Für den SCM ist die Marschrichtung klar, auf dem Weg zu einer möglichen Titelverteidigung darf man sich beim Tabellenschlusslicht keinen Ausrutscher erlauben, auch wenn man die Belastung der vergangenen Wochen der Mannschaft von Bennet Wiegert zuletzt deutlich anmerkte. Für den SCM ist es das erste Ligaspiel in Potsdam überhaupt, im Jahr 2006 gewann man ein Pokalspiel beim kommenden Gastgeber mit 35:16. Ein Ergebnis, gegen das Bennet Wiegert mit Sicherheit am Sonntag nichts einzuwänden hätte, kann doch am Ende vielleicht sogar das Torverhältnis über den Ausgang der Meisterschaft entscheiden. Neben dem SCM empfängt der VfL am letzten Spieltag noch die MT Melsungen und kann damit durchaus noch aktiv in den Meisterschaftskampf eingreifen. Kapitän Elias Kofler prophezeite nach den starken Leistungen seiner Mannschaft  zuletzt sogar, dass ein großer Club in Potsdam noch fallen werde. „Wir werden nicht beide Spiele gegen Magdeburg und Melsungen verlieren“, so Kofler selbstbewusst.

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