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SCM-TRAINER BENNET WIEGERT: „WIR SIND AN UNS UND JOEL BIRLEHM GESCHEITERT“

SCM-Trainer Bennet Wiegert mit den Händen am Kopf während eines Handballspiels.
Foto: Franzi Gora / neb Handball

Es zieht sich wie ein roter Faden durch diese verrückte Saison in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga: Das Spiel der Mannschaften ist sehr fehlerbehaftet. Das hatte SCM-Trainer Bennet Wiegert bei seiner Prognose vor der 29:33-Derby-Niederlage beim SC DHfK Leipzig auf dem Schirm. „Ich habe mich im Vorfeld auf dieses Spiel sehr gefreut. Dieses Derby ist immer etwas Besonderes. Wir haben ab der ersten Minute ein typisch emotionales Derby gesehen, wo sich beide Mannschaften wenig geschenkt haben. Klar haben sie auch Fehler gemacht, aber ein hohes Engagement war immer vorhanden, denn beide Mannschaften wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Dann hat sich leider das bewahrheitet, was ich vorab gesagt habe. Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, weniger Bälle verwirft und das bessere Torhüter-Spiel hat, wird dieses Spiel zu einer hohen Wahrscheinlichkeit gewinnen. Das war heute ganz klar Leipzig. Wir sind an uns und an Joel Birlehm gescheitert. Durch die vielen Fehler geraten wir in Gegenstöße und unser Angriff war heute nicht in der Lage, die Quoten zu erzielen, um in Leipzig erfolgreich zu sein. Wir haben 18 Bälle verworfen und einige technische Fehler (10, d.R.) gemacht, das ärgert mich sehr.“ Leipzig war in der HBL-Statistik mit 16 Fehlwürfen und 7 technischen Fehlern, den entscheidenden Tick gestern besser.

Der SC DHfK gewann auch ganz klar bei der Torgefahr aus dem Rückraum fern. Die Leipziger lagen hier mit 12:1 Toren! vorn gegen die Magdeburger Jungs. Das sah auch DHfK-Rückraumspieler und bester Schütze (6 Tore) Niclas Pieczkowski bei der Spielanalyse in der LVZ so: „Unsere Abwehr war heute überragend. Magdeburg hat Probleme im Rückraum, wenn Damgaard dort nicht funktioniert. Er hatte heute keinen guten Tag, das kann jedem mal passieren. Das ist für uns ein Erfolg gewesen, weil er ein sehr gefährlicher Spieler ist, der so ein Spiel entscheiden kann.“ Mika Damgaard wurde nicht wie so oft zum X-Faktor bei den Grün-Roten. SC DHfK-Trainer Andre Haber freute sich: „Wir hatten heute viele Jungs im Angriff, die mutig genug waren gegen die SCM-Deckung zu werfen. Mit der guten Rückraum-Quote plus einer Abwehr, die richtig gebrummt hat, haben wir nun einen sehr guten Abschluss der englischen Woche und das schwerste der drei Spiele gewonnen.“ Zuvor spielte Leipzig gegen Lemgo und in Balingen unentschieden.

Entscheidend ist auch immer das Torhüterduell. Hier hatte Leipzigs Joel Birlehm mit 13 Paraden das Plus gegenüber Jannick Green mit 8 gehaltenen Bällen und Tobias Thulin mit einer Parade in den letzten gut vier Minuten des Spiels. Den verdienten Sieg vom SC DHfK gegen den SCM analysierte MDR-Experte und früherer Weltklasse-Torhüter Wieland Schmidt treffend: „Magdeburg hat seine Chancen nicht genutzt und klare Möglichkeiten nicht reingemacht. Den besseren Torwart hatten klar die Leipziger.“ DHfK-Keeper Joel Birlehm strahlte: „Wir haben verdient gewonnen, waren über 60 Minuten besser!“

Das erkannte auch SCM-Kapitän Christian O´Sullivan fair an: „Wir haben gekämpft was wir können, aber Leipzig hat besser gespielt.“ Das einstige SCM-Phantom“ zwischen den Pfosten, Wieland Schmidt, hofft: „Magdeburg muss schnell wieder zu seiner Stärke, einem guten Torwart und einfachen Toren im Tempogegenstoß hinkommen.“

Am besten schon morgen (20.45 Uhr, live bei DAZN) im European League-Gruppenspiel beim RK Nexe im kroatischen Nasice.

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