Vorbericht

„Wir müssen weiter von Spiel zu Spiel denken“

Magnus Saugstrup
Magnus Saugstrup und der SCM wollen gegen den HSV die nächsten Punkte (Foto: Franziska Gora)

Es geht in die finale Phase. Nach den entscheidenden Duellen in der Machineseeker EHF Champions League, richtet sich der Fokus wieder auf die DAIKIN Handball-Bundesliga. Mit dem HSV Hamburg ist nun ein Team zu Gast, das über die Spielzeit immer wieder für Überraschungen sorgen konnte.

Auftaktsieg beim TVB Stuttgart, Heimsieg gegen den VfL Gummersbach, eine knappe 38:39-Niederlage in Berlin – der HSV Hamburg ist bestens in die Saison gestartet. Wenngleich die Ergebnisse zwischenzeitlich durchwachsen waren, konnte sich das Team von Torsten Jansen jüngst erneut emotionalen Rückenwind durch die Erfolge beim HC Erlangen und zuhause gegen Stuttgart holen und reist nicht zuletzt aufgrund des knappen 29:30-Hinspielergebnisses in der Hamburger Barclays Arena motiviert in Magdeburg an.

„Sie haben uns zuletzt immer wieder vor Herausforderungen gestellt. In Hamburg haben wir mit Glück zwei Punkte mitgenommen, das hätte aber auch anders ausgehen können. Das wird diesmal nicht einfacher“, blickt SCM-Coach Bennet Wiegert auf die ausverkaufte Partie gegen den HSV Hamburg am Sonntag (16.30 Uhr, Dyn). „Das ist eine Mannschaft, die hier mit Lockerheit ankommt. Davor sind wir gewarnt. Trotzdem bleibt es ein Heimspiel und wir freuen uns auf unsere Fans. Wir kennen unsere Ziele – für uns geht es ums Maximum. Jede Begegnung in der Bundesliga ist für uns jetzt ein potenzielles Finale.“

Nach dem Einzug ins Halbfinale der Königsklasse gegen OTP Bank – PICK Szeged hatte das Team zwei Tage Zeit, um sich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten und sich neu zu fokussieren. Ob bei der hohen Taktung gerade die Kraft abhanden geht? „Nein, das sind die Spiele, die wir spielen wollen, die Spiele, die am meisten Spaß machen. Da rückt die Belastung in den Hintergrund“, erklärt SCM-Kreisläufer Magnus Saugstrup. „Wir wissen, worum es geht und was sich in diesen Tagen entscheiden kann. Das wird spannend und darauf freuen wir uns.“

Die Ausgangslage für den Liga-Endspurt könnte kaum besser sein. Der SC Magdeburg geht mit sieben Punkten Vorsprung auf die Verfolger von der SG Flensburg-Handewitt als souveräner Tabellenführer in den 31. Spieltag, im Vergleich zu den Füchsen Berlin beträgt das Plus sogar acht Zähler.

Trotzdem warnt Saugstrup vor Übermut. „Das hört sich immer komisch an, aber wir müssen weiter von Spiel zu Spiel denken. Im Handball kann so viel passieren. Wenn du da im Kopf nicht ganz da bist, kann es ganz schnell in eine andere Richtung laufen“, sagt der 29-Jährige. „Gegen Hamburg erwarte ich wieder eine schwere Aufgabe. Da müssen wir wie sonst auch alles geben.“

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