Vorbericht

„Das ist ein sehr emotionales Spiel für mich“

Matej Mandic jubelt
Spielt mit dem SCM gegen seinen alten Club: Matej Mandic (Foto: Franziska Gora)

Es ist wieder Zeit für die Königsklasse! Der SC Magdeburg empfängt in der Machineseeker EHF Champions League den kroatischen Club HC Zagreb – für einen Spieler ist das Duell ein ganz Besonderes.

Hätte Matej Mandic vor drei Monaten jemand gefragt, er hätte sich die aktuelle Situation wahrscheinlich kaum vorstellen können. Doch wie das Leben manchmal so spielt, ging dann doch alles ganz schnell. Und so steht der 23 Jahre alte Schlussmann nun eben nicht im Tor des kroatischen Meisters, wo er eigentlich für die Saison eigeplant war, sondern beim SC Magdeburg.

„Das ist ein sehr emotionales Spiel für mich und etwas sehr Besonderes“, sagt der Kroate, der erst Ende August vom Champions-League-Sieger an die Elbe geholt wurde. Seither hat er mit Magdeburg jedes Spiel des Wettbewerbs gewonnen und so soll es bei der Partie in der GETEC Arena am Mittwoch (20.45 Uhr, Tickets) auch weitergehen.

„Es ist nicht einfach, gegen sie zu spielen, aber wir gehören zu den besten Teams Europas. Wenn wir das auf dem Platz zeigen, holen wir auch die zwei Punkte“, blickt Mandic voraus. Ob er gegen seine alten Teamkollegen einen Vorteil hat, weiß er indes nicht: „Ich kenne jeden Spieler, aber sie kennen mich auch – wir werden sehen, wie das ausgeht.“

Noch ohne Punkt auf internationalem Parkett reist sein Ex-Team in jedem Fall hochmotiviert in Magdeburg an. Auch, weil beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Clubs ein 22:18 in Zagreb errungen werden konnte. Allerdings hatte Mandic damals mit 20 Paraden das kroatische Tor zugenagelt.

Seither hat sich der Kader nicht nur durch seinen Abgang verändert. Unter den fünf Zugängen sind bekannte Namen wie Igor Karacic (KS Kielce) und Giorgi Tskhovrebadze (VfL Gummersbach), während mit Timur Dibirov eine Legende seine Handballkarriere beendet hat. Zudem wurde Andrija Nikolic im Mai 2025 erneut Trainer, nachdem der ehemalige Bundesliga-Coach Velimir Petkovic die Mannschaft für ein halbes Jahr angeleitet hatte.

„Das Spiel gegen Zagreb ist wie jedes Champions-League-Spiel eine schwierige Aufgabe. Auf diesem Niveau spaziert man nirgendwo einfach so durch. Wir sind uns der Herausforderung bewusst und werden unser Bestes geben, um die nächsten Punkte zu holen und ungeschlagen zu bleiben“, sagt SCM-Trainer Bennet Wiegert. „Außerdem spielen wir zu Hause und freuen uns auf eine tolle Atmosphäre. Das gibt uns immer zusätzlich Energie.“

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