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„Magdeburg hat sich als eine der weltbesten Mannschaften etabliert“ – Sebastian Barthold im Interview

Foto: Katja Müller

Mit Sebastian Barthold wird zur kommenden Saison ein weiterer, norwegischer Nationalspieler das Trikot des SC Magdeburg tragen. Der Linksaußen wurde aufgrund der langfristigen Verletzungspause von Matthias Musche verpflichtet und freut sich unheimlich auf die kommende Spielzeit, das wird im ersten Interview bereits deutlich.

Sebastian, was ist das Erste, an das Du denken musst, wenn Du Magdeburg hörst?

Sebastian Barthold: „Ich denke an einen der besten Handballclubs der Welt. An eine unglaubliche Mannschaft, überragende Fans, die in ganz Europa bekannt sind und an die GETEC- Arena, eine der lautesten Hallen unserer Sportart überhaupt.

Musstest Du lange überlegen, als die Anfrage aus Magdeburg kam?

Barthold: „Nicht mal eine Sekunde. Magdeburg hat sich als eine der weltbesten Mannschaften in den vergangenen Jahren etabliert. Diese Mannschaft kann jeden schlagen. Sie können die Meisterschaft und Champions League gewinnen, und das alles in einem Jahr. Das zeigt schon, welche Qualität der Kader hat. Die Atmosphäre bei den Heimspielen ist fantastisch, was natürlich auch an der Unterstützung der Zuschauer liegt.“

Du bist nicht der erste Spieler, der von Aalborg nach Magdeburg wechselt. Aber Du weißt sicher, dass alle Spieler nach ihrem Wechsel sofort überzeugt haben.

Barthold: „Ich würde mich freuen, wenn ich ähnlich erfolgreich werde wie Omar, Magnus oder Felix. Sie alle haben in Aalborg gespielt und jetzt eine ganz wichtige Rolle beim SC Magdeburg. Ich kenne viele der Jungs seit Jahren, habe mit vielen zusammengespielt und sie haben mir alle nur Gutes berichtet über Magdeburg. Über die Stadt, den Club, Benno als Trainer, die Fans. Ich freue mich sehr, nächste Saison nicht als Gast nach Magdeburg zu kommen, sondern die GETEC Arena als meine Heimspielstätte betreten zu dürfen.“

Welche Rolle hat Dein Landsmann Christian O‘Sullivan bei Deinem Wechsel gespielt?

Barthold: „Natürlich spielt er eine wichtige Rolle. Ich habe viel mit ihm gesprochen, wir haben schon als Kinder gegeneinander gespielt, später zusammen. Wir kennen uns sicher seit mehr als 20 Jahren. Ich schätze Christian sehr, als Spieler, als Mensch, seine Familie wird mir sehr helfen, mich schnell in Magdeburg wohlzufühlen.“

Wie bist Du zum Handball gekommen? Stammst Du aus einer Handballerfamilie?

Barthold: „Ja genau, meine Eltern haben beide schon Handball gespielt. Mein Vater hat mich schon als kleines Kind mit in die Halle genommen, wenn er Training hatte. Ich habe schon als Dreijähriger Bälle geworfen. Später habe ich meinem Vater heimlich die Schlüssel zur Sporthalle in meinem Heimatort abgenommen, damit ich jederzeit in die Halle konnte zum Spielen. Wenn ich es mir richtig überlege, den Schlüssel habe ich heute noch.“ (lacht)

Wenn Du Dich selbst als Spieler beschreiben müsstest, wo siehst Du Deine Stärken?

Barthold: „Das ist immer schwierig, wenn man über sich selbst sprechen muss. Ich bin ein normaler Flügelspieler. Ich bin ganz gut in der Abwehr, gut im Angriff. Ich glaube, als Gesamtpaket kann Bennet Wiegert als Trainer sehr zufrieden mit mir sein. (lacht)“

Eine neue Liga, ein neues Land, eine neue Sprache. Gibt es etwas, worauf Du dich am meisten freust, wenn Du jetzt in die Bundesliga wechselst?

Barthold: „Die Sprache zu lernen ist ganz wichtig. Das möchte ich versuchen. Ansonsten freue ich mich einfach zu erleben, welchen Stellenwert der Handball in Deutschland hat. Handball hat in Norwegen und auch Dänemark, besonders in Aalborg, eine große Bedeutung, aber in Deutschland ist das alles noch einmal viel größer. Ich kenne Deutschland nur als Gegner aus den Champions League Spielen, und ich glaube, die Bundesliga hat nochmals eine größere Bedeutung für die Clubs und Zuschauer. Ich freue mich unheimlich auf die Auswärtsspiele, die vielen vollen Hallen und die Begeisterung für unseren Sport zu erleben. Und ganz besonders natürlich darauf das SCM-Trikot zu tragen und das erste Mal in die GETEC-Arena einzulaufen.“

Vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns auf Dich, Sebastian.

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