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HPI: So klappt das perfekte Spiel

Omar Ingi Magnusson beim Wurf
Omar Ingi Magnusson erreichte beim VfL Potsdam den HPI-Bestwert

Drei Spieler des SC Magdeburg haben in der vergangenen Saison einen Handball Performance Index (HPI) von 100 gehabt. Doch wie berechnet sich der Wert eigentlich?

Seit der Spielzeit 2020/21 weist die Handball-Bundesliga in allen Begegnungen den HPI aus und bildet damit auf Grundlage diverser Statistiken die Leistung eines Akteurs ab. Ziel ist eine datenbasierte, transparente und faire Bewertung, die von einer Gruppe bestehend aus aktiven und ehemaligen Profis, Trainern, Wissenschaftlern und Medienvertretern entwickelt wurde und stetig weiterentwickelt wird.

Dabei geht jeder Spieler mit 100 Punkten in die Partie. Positive Handlungen wie Tore und Assists führen zu einem Aufschlag, negative Aktionen wie technische Fehler und Fehlwürfe zu Abzügen. Miteinbezogen werden ebenso die Wahrscheinlichkeiten der Vorsaisons: Die All-Time Minimal- und Maximal-Werte, die seit Einführung durch einen Spieler auf der entsprechenden Position erreicht wurden.

Bei Feldspielern weist die HBL beispielsweise aus (Auszug):

TYP PUNKTE TOR      PUNKTE FEHLWURF      PUNKTE ASSIST
6 Meter Mitte 6 -7 4
9 Meter Mitte 10 -4 0
Direkter Freiwurf   10 -1 0
Außen 6 -7 4

Die Berechnung erfolgt mittels der Formel: (Gesammelte Punkte – DurchschnittMin1 %) × 50 / (DurchschnittMax 1 % – Durchschnitt Min1 %) + 50

Damit bewegt sich der HPI grundsätzlich innerhalb einer Skala von 50-100. Durch die Verwendung von Durchschnittswerten ist der Wert zudem weniger empfindlich gegenüber extremen Ausreißern nach oben oder unten, sodass die verschiedenen Positionen besser miteinander verglichen werden können, erklärt die HBL.

DURCHSCHNITT 1%     RÜCKRAUM      AUßEN      KREIS     
Minimum 58 69 58
Maximum 179 169 161

In der Saison 2024/25 schafften die SCM-Spieler Omar Ingi Magnusson (4. Spieltag), Philipp Weber (9. Spieltag) und Magnus Saugstrup (28. Spieltag) das „perfekte Spiel“. Letzterer war mir einem Durchschnitts-HPI von 83 außerdem der beste Magdeburger und nahm im Gesamtranking der Liga Platz vier ein.

Interessant ist der HPI derweil nicht nur für die Statistik-Nerds, sondern auch für die Wahl zum „DKB Spieler des Monats“ und zum „DKB MVP der Saison“. Die Kandidaten werden dabei nach ihrem durchschnittlichen HPI pro Position nominiert. Beim fiktiven Handballmanager-Spiel START7 basiert die Punktverteilung vollständig auf dem HPI.

Quelle: DAIKIN Handball-Bundesliga

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