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HISTORIE: DER SCM IM EUROPAPOKAL

Historischer Europapokal-Jubel: Zwei Magdeburger Handballer küssen auf einer SCM-Grafik mit dem Countdown „NOCH 4 TAGE“ freudig eine große silberne Trophäe.
Archivfoto: SC Magdeburg

Zweimal hatte der SC Magdeburg den Europapokal der Landesmeister zu DDR-Zeiten (1978 und 1981) gewonnen. Außerdem konnte der SCM 2002 als erste deutsche Mannschaft die Champions League gewinnen. Den EHF-Cup gewann der SCM erstmals im April 1999 vor heimischem Publikum in der damaligen Bördelandhalle.

Mit einer grandiosen Leistung sicherte sich das Team den EHF-Cup. Nach der 21:25-Niederlage im spanischen Valladolid, siegten die Magdeburger im Rückspiel mit 33:22. Erfolgreichste Magdeburger Werfer waren Vigindas Petkevicius, Erik Göthel und Olafur Stefansson mit jeweils fünf Toren. Der ehemalige SCM-Trainer Peter Rost: „Wir traten als echte Einheit auf. Jeder stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Der beste Spieler war die Mannschaft. Es war überwältigend. Ich kann gar nicht alles beschreiben. Gute 45 Minuten dauerte die Feier in der Halle. Mir liefen die Tränen. Es ist einmalig, in eigener Halle den Europapokal in den Händen zu halten.“

Das nächste Mal, dass der SC Magdeburg den EHF-Cup holte, war 2001. Der Titel wurde erst möglich durch eine der besten Auswärtsleistungen der Vereinsgeschichte. Denn das Team hatte im Hinspiel in Magdeburg geschwächelt. Erst zwölf Sekunden vor Abpfiff erzielte Stefan Kretzschmar den Siegtreffer zum 23:22 (10:11) gegen das kroatische Team RK Metkovic Jambo. „Mit Abstand die schwächste Saisonleistung. Die Abwehr und der Angriff waren eine Katastrophe. Mit einer normalen Auswärtsleistung können wir es aber schaffen“, sagte SCM-Torhüter Henning Fritz damals. Im Rückspiel wurde aber alles besser und Grün-Rot triumphierte nach einer überragenden Leistung beim kroatischen Titelverteidiger. Am Ende stand ein 28:18 (13:10) auf der Anzeigetafel und die Mannschaft feierte sensationell den insgesamt vierten Europacup-Erfolg der Vereinshistorie.

Der bislang letzte Erfolg im EHF-Cup gelang 2007 (hier geht´s zum EHF Pokal Film von 2007). Im Hinspiel in Saragossa gegen CAI Aragón aus Spanien hatten die Magdeburger ein 30:30 erkämpft. Den Ausgleich hatte der polnische Rückraumspieler Karol Bielecki mit einem Hammer aus 14 Metern erzielt. Das Rückspiel in Magdeburg war ausverkauft und wurde zu einer enorm spannenden Partie, in der sich die beiden Gegner zumindest in der ersten Halbzeit (11:10) nichts schenkten. Konzentriert ging das Team von Trainer Bogdan Wenta die zweite Hälfte an, die Führung wurde nicht mehr abgegeben. Stattdessen machte Bartosz Jurecki nach 44 Minuten die erste Vier-Tore-Führung perfekt (21:17). Die Spanier kamen noch einmal heran, fünf Minuten vor Schluss stand es 24:25 aus Sicht der Gäste. Angeführt von Torwart Silvio Heinevetter und dem Polen Grzegorz Tkaczyk, stellte der SCM schließlich den neunten europäischen Titelgewinn der Vereinsgeschichte sicher und rang die Spanier mit 31:28 nieder. Damit trat der SC Magdeburg die Nachfolge des TBV Lemgo an, der den Cup im Vorjahr geholt hatte. „Wir können stolz auf uns sein und werden jetzt erstmal ein paar Tage feiern“, sagte Stefan Kretzschmar nach dem Spiel. Abwehrchef Oliver Roggisch sah es ähnlich: „Wir werden zwei Tage durchtrinken. Alle haben sich für diesen Titel den Arsch aufgerissen.“

Drei weitere Male stand der SC Magdeburg im Endspiel um die europäische Krone. Gegen MAI Moskau (1977), den VfL Gummersbach (1979) und TUSEM Essen (2005) musste man sich jedoch geschlagen geben. Der SCM stand zudem 2017 in Göppingen und 2018 in heimischer GETEC Arena in den EHF-Cup-Finals. Jeweils im Halbfi nale wurde gegen Gastgeber FRISCH AUF! und Frankreichs Team aus St. Raphael verloren. In der vergangenen Saison wurde der EHF-Cup coronabedingt abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt waren vier Gruppenspiele absolviert, die der SCM allesamt gewinnen konnte. Vor den Kontrahenten HBC Nantes (Frankreich), RK Gorenje Velenje (Slowenien) und Reale Ademar (Spanien) belegte der SC Magdeburg den ersten Platz der Gruppe C.

Das European League Final Four 2021 live auf DAZN:

Samstag, 22. Mai

18.00 Uhr SC Magdeburg – Orlen Wisla Plock
20.45 Uhr Rhein-Neckar Löwen – Füchse Berlin

Sonntag, 23. Mai

18.00 Uhr Spiel um Platz 3
20.30 Uhr Finale

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