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HEUTE VOR 20 JAHREN: DER SCM WIRD DEUTSCHER MEISTER

Historisches Foto vom Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2001 durch den SC Magdeburg.
Archivfoto: SC Magdeburg

20. Mai 2001, 15.30 Uhr: Anpfiff in der Magdeburger Bördelandhalle zum letzten Spiel der Saison 2000/2001. Und an diesem 38. Spieltag geht es um alles.

Durch ein Unentschieden des SC Magdeburg gegen den THW Kiel im drittletzten und eine bittere Niederlage im vorletzten Spiel bei der SG Wallau/Massenheim, gestaltete sich die Deutsche Meisterschaft bis zum letzten Spieltag offen. Mit dem SCM, TBV Lemgo und der SG Flensburg-Handewitt hatten gleich drei Mannschaften noch die Chance auf den Titel. Gewinnt der SCM, sind sie zum ersten Mal deutscher Meister – zehn Jahre nach dem Triumpf als letzter DDR-Meister 1991. Wer sich heute die Aufzeichnung der Begegnung noch einmal anschaut, kann das ruhig und entspannt tun, denn er weiß: der Traum wurde wahr.

Vor 8000 Zuschauern standen sich der SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt mit einem jeweils hochkarätigen Aufgebot gegenüber. Mit Steffen Stiebler und Sven Liesegang liefen auch zwei Spieler auf, die schon beim Meistertitel 1991 zum Kader gehörten. Bei Magdeburg standen Christian Gaudin und Henning Fritz im Tor und die Flensburger hatten sich neben Jan Holpert für die zwei letzten Punktspiele noch einmal die Dienste vom „Hexer“ Andreas Thiel gesichert. Doch gegen die Tore von Olafur Stefansson (neun), Stefan Kretzschmar, Guéric Kervadec, Joél Abati, Erik Göthel und Co. konnte auch er nichts ausrichten.

Die Anzeigetafel zeigte nach 60 Spielminuten einen 30:23 Sieg an und der 24. Titel in der SCM-Vereinsgeschichte war perfekt. Die Fans waren aus dem Häuschen und jubelten den Siegern von den Rängen zu. „Deutscher Meister wird nur der SCM“ – so hatten sie sich bereits 15 Minuten vor Spielende eingesungen. Das Trainergespann Alfred Gislason, erst in seinem zweiten Jahr beim SCM, und Ghita Licu lag sich glückselig in den Armen.

Knapp zwei Stunden nach Spielende begleiteten Tausende Zuschauer den Konvoi mit Cabrios zum Alten Markt. Dort hatten sich innerhalb kürzester Zeit knapp 18.000 frenetisch feiernde Fans eingefunden. Sie warteten ungeduldig darauf, dass der neue Deutsche Meister ihnen die Schale präsentiert. Und die frisch zum Sieger gekürten SCM-Spieler ließen nicht lange auf sich warten. Sie sangen, jubelten und machten so die riesige grün-rote Menschenmenge glücklich.

Die Abschlusstabelle:

1. SC Magdeburg (59 Punkte)
2. TBV Lemgo (58)
3. SG Flensburg-Handewitt (58)
4. SG Wallau/Massenheim (54)
5. THW Kiel (53)

6. TUSEM Essen (48)
7. TV Großwallstadt (46)
8. HSG Nordhorn (41)
9. GWD Minden (40)
10. SG VfL Bad Schwartau (39)
11. VfL Gummersbach (37)
12. HSG Wetzlar (35)
13. SG Willstätt/Schutterwald (31)
14. SG Solingen (31)
15. VfL Hameln (30)
16. ThSV Eisenach (28)
17. TSV Bayer Dormagen (26)
18. TuS Nettelstedt (25)
19. HC Wuppertal (14)
20. Eintracht Hildesheim (7)

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