SCM-News

Heute kann der SCM beim A2-Derby die TSV Hannover-Burgdorf überholen

Morten Olsen (Hannover) am Ball im Zweikampf gegen die SCM-Abwehr.
2020-02-06_Hannover_km

Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften. So ist es im Sport. Auch im Handball traf das schon sehr oft zu. In dieser Saison ist Meister SG Flensburg-Handewitt (2.) mit bisher 488 Gegentoren in 21 Spielen das Maß aller Dinge. Unsere Grün-Roten bekamen das vergangenen Sonntag bei der bitteren 23:29-Niederlage im hohen Norden zu spüren. Aber auch die Abwehr des SCM (bisher 557 Gegentore) stand über weite Phasen im Spiel kompakt. Das Zusammenspiel Torhüter/ Deckung war schon oft das Prunkstück bei den Grün-Roten.

Heute um 19 Uhr (live bei Sky) könnten beim Spitzenspiel auf Augenhöhe zwischen dem SCM (4.) und der TSV Hannover-Burgdorf (3., aktuell 569 Gegentore) Paraden und Ballgewinne wieder entscheidend sein. Bei unseren Grün-Roten sind Piotr Chrapkowski und Zeljko Musa ein eingespieltes Team im Innenblock. „Chrapek“ spielt die Rolle als Abwehrchef auch bei Polens Nationalteam. Er weiß, wie wichtig morgen ein Sieg beim Heimstart in Teil 2 der Bundesliga-Saison ist: „Hannover ist keine Überraschungsmannschaft mehr mit einem guten Kader und Top-Trainern. Sie machen es sehr gut in der Liga. Bisher war immer die Rückrunde problematisch für Hannover. Heute keine Frage, müssen wir sie in unserer Halle schlagen.“ Neuzugang Kay Smits (Holstebro) steht heute beim SCM erstmals auf der Platte. „Ich bin sehr stolz eine solch großartige Möglichkeit zu bekommen. Für einen Verein wie den SC Magdeburg zu spielen, ist die Erfüllung eines Kindheitstraums“, schwärmt der Rückraum-Linkshänder. Bis Mitte 2017 spielte der Holländer, dessen Stärke der Angriff und weniger die Abwehr ist, zusammen mit SCM-Linksaußen Lukas Mertens beim Wilhelmshavener HV. „Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit mit Kay beim WHV erinnern. Wir haben uns sowohl sportlich als auch privat sehr gut verstanden. Ich hoffe, das geht jetzt hier in Magdeburg nahtlos so weiter. Seine handballerischen Fähigkeiten hat er beim WHV schon bewiesen, darunter habe ich das ein oder andere mal auch auf der Außenbahn profitiert“, erzählte „Speedy“  Mertens.

Sportlich ist jedes Spiel in der super spannenden Bundesliga-Saison eine harte Prüfung für die ersten sechs Teams im Titelkampf.  
Momentan haben der SCM und die RECKEN, wie viele andere Mannschaften auch, mit Verletzungsproblemen zu tun. Spielmacher Marko Bezjak (Schulter), Linkshänder Albin Lagergren (Gehirnerschütterung) und Gisli Kristjansson (Schulter) fallen bei den Grün-Roten aus. Bei den Niedersachsen fehlen mit Ivan Martinovic (Fußbruch) und Malte Donkor (Schulter-OP) zwei Halbrechte. Die TSV ist noch auf der Suche nach Ersatz. Den der SCM mit Kay Smits schon aus Dänemark ausgeliehen hat. „Mit den Nachverpflichtungen untermauert Magdeburg seine Ambitionen, Titel gewinnen zu wollen“, erklärt Hannovers sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen. Der TSV arbeitet an seiner Baustelle, in der Abwehr wieder mehr Zugriff und Kompaktheit als zuletzt zu bekommen. „Es wird ein Spiel werden, wo es vor allem um die Details geht. Magdeburg verfügt mit Michael Damgaard, Christian O´Sullivan oder Christoph Steinert immer noch über sehr viel Angriffsdynamik, die wir stoppen müssen“, warnt Trainer Carlos Ortega. „Wenn man in Magdeburg bestehen will, muss man auch wenig Fehler im Angriff machen, damit der SCM nicht ins Rollen kommt“, weiß Christophersen. Das Rückzugsverhalten gehört auch zur Abwehrstärke.

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