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Es geht immer weiter – Unser SCM kann und wird viel besser spielen

Zeljko Musa vom SC Magdeburg im Zweikampf am Kreis gegen die HSG Wetzlar.
2019-09-27_Musa

Unser SCM hat nach vier Siegen zum Auftakt in die Saison 2019/20 gestern die dritte Niederlage erlebt. Sie sind als Favorit gegen die HSG Wetzlar angetreten und haben mit 28:29 verloren. Es gibt ganz sicher schönere Heimfahrten. „Wenn du verloren hast und dann sechs bis sieben Stunden im Bus sitzt und über eine Niederlage nachdenkst, ist es immer schlimm“, beschrieb zuletzt SCM-Spielmacher Marko Bezjak so eine Situation. „Wir haben uns nicht gut präsentiert“, sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert nach dem Abpfiff in Wetzlar. „Der Zugriff auf das Spiel hat von Anfang an gefehlt, wir sind nur hinterhergelaufen. Immer, wenn wir uns herangekämpft haben, sind es leichte Fehler gewesen, die uns wieder zurückgeworfen haben. Es waren auch zu viele Undiszipliniertheiten bei uns im Spiel. Alles andere als zwei Punkte für die HSG Wetzlar wären nicht verdient gewesen.“ Unsere Magdeburger Jungs führten nur einmal beim Stand von 3:2 in den gesamten 60 Minuten. Im Angriff wurden gute Chancen rausgespielt, ohne diese konsequent zu nutzen. 24 Fehlwürfe (Wurfquote 53,8 Prozent) und 9 technische Fehler spielten Wetzlar in die Karten. „Wir hatte eine unterirdische Trefferquote, scheitern oft freistehend“, analysierte Coach „Benno“ Wiegert. „Hinten hat uns die Geduld gefehlt, der Rückzug war schlecht“, kritisierte unser Cheftrainer das Abwehrverhalten seiner Mannschaft. Mitentscheidend war: Bei den letzten drei Bundesliga-Niederlagen in Melsungen, gegen die Löwen und jetzt in Wetzlar hat der SCM immer das Torhüterduell verloren. Gestern kamen Jannick Green und Tobias Thulin zusammen auf 9 gehaltene Bälle (Fangquote 23,7 Prozent). Bei der HSG überragte Till Klimpke mit 17 Paraden (37,8 Prozent) und strahlte anschließend: „Von Anfang an war ein gutes Gefühl da. Wir hatten vor allem in der 1. Halbzeit mehr Siegeswillen. Zur Pause hätten wir noch klarer als 15:13 führen können. Es war nur geil das Spiel, der Sieg.“ „Einfach geil“, freute sich auch HSG-Trainer Kai Wandschneider. „Magdeburg zu schlagen, ist schon etwas ganz Besonderes. Wir haben eine richtig geile erste Halbzeit gespielt, unser Gegenstoß war überragend. Normalerweise wirst du bestraft, wenn du in der letzten Minute zwei Siebenmeter vergeigst. Aufgrund unserer kämpferischen Leistung geht der Sieg sicher in Ordnung.“ Wetzlar jubelte, unser SCM ist enttäuscht.

Aber Niederlagen können stärker machen. Als top besetzte Spitzenmannschaft hat unser SCM sehr viele Reserven. „Wir haben viel Qualität im Kader und Steigerungspotenzial“ blickt Trainer Bennet Wiegert auf eine lange Saison mit Bundesliga, Pokal und EHF-Cup voraus.“ Rückschläge werden den SCM nicht aus der Ruhe bringen. Das kann im Titelkampf entscheidend sein. Das Team hat die Stärke, jeden Gegner zu bezwingen, egal wann, egal wo. Am kommenden Dienstag um 19 Uhr steht schon die nächste Herausforderung an, im DHB-Pokal-Achtelfinale bei den Füchsen Berlin im „Fuchsbau“ Max-Schmeling-Halle.

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