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EINE SCM-SIEBEN KÖNNTE IM SOMMER BEI OLYMPIA 2021 IN TOKIO SPIELEN

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2021-03-15_TokioOlympia

Die deutschen Handballer haben es in Berlin geschafft. Für den Bundestrainer und früheren glorreichen SCM-Erfolgscoach Alfred Gislason und sein DHB-Team war es gestern Erleichterung pur: „Wir sind sehr glücklich, das Ticket für Olympia gelöst zu haben. Es war extrem wichtig für mich persönlich die Qualifikation zu schaffen, Olympia war einer der Gründe meiner Verpflichtung. Es ist für mich eine sehr große Sache. Als Trainer war ich noch nie bei Olympia, nur zweimal als Spieler. Als Trainer des Landes, in dem ich seit 30 Jahren lebe zu Olympia zu fahren, ist für mich besonders. Es ist schwer zu sagen, welche Chancen wir in Tokio haben, wir müssen die nächsten Monate abwarten. Wir haben dieses Wochenende gezeigt, dass wir fast jeden schlagen können. Jetzt haben wir die Möglichkeit, um Medaillen zu kämpfen. Wir geben alles, versuchen gezielt an uns zu arbeiten und unsere Chance zu nutzen. Wir sind keiner der ganz großen Favoriten, aber man muss immer mit uns rechnen.“ Für SCM-Rückkehrer Philipp Weber könnte es einen Platz im 14 plus 1 Mann Olympia-Kader geben.

Am Quali-Wochenende holten sich auch die SCM-Jungs Daniel Pettersson mit Schweden und Christian O’Sullivan, Magnus Gullerud mit Norwegen das Olympia-Ticket. Als Goldmedaillengewinner 2016 in Rio war Dänemark gesetzt. Hier könnten Jannick Green, Mika Damgaard und Magnus Saugstrup in Tokio im Kader sein.

Was für ein Handball-Thriller gestern Abend: Zwei Sekunden vor Abpfiff warf sich Portugal mit dem 29:28 gegen den bereits vorm Spiel qualifizierten Gastgeber Frankreich nach Tokio. Ganz bitter für SCM-Kreisläufer Zeljko Musa, er wechselt am Saisonende zu RK Zagreb, mit Kroatien. Sie hatten zwar Portugal besiegt, aber im Dreier-Vergleich bedeutete das Torverhältnis das Aus für die Kroaten.

Nach Toren wurde in Berlin auch Schweden Turniersieger mit einem Treffer besser als Deutschland. Das könnte nun eine Hammergruppe für das DHB-Team in Tokio bedeuten.

SCM-Abwehrrecke Piotr Chrapkowski stand gestern noch mit Polen in der Quali für die EM 2022 auf der Platte. Im heimischen Breslau gab es für die Weiß-Roten eine enttäuschende 26:27-Niederlage gegen die Niederlande. SCM-Neuzugang Kay Smits war überragend, erzielte nach Kempa-Pass von Luc Steins mit seiner sensationellen Flugeinlage und seinem 10.Tor in letzter Sekunde den Siegtreffer. Für Polen ist es nun viel schwieriger in der Gruppe. In den letzten zwei Quali-Spielen am 29. April gegen Slowenien und am 2. Mai in den Niederlanden müssen Siege her.

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