SCM-News

Christoph Theuerkauf vorm Duell TBV gegen SCM: „Magdeburger ist man einfach“

Handballspieler Christoph Theuerkauf im schwarzen Kempa-Shirt blickt lächelnd in die Kamera und hält stolz eine Medaille in der Hand hoch.
2019-08-27_Theuerkauf

Christoph Theuerkauf freut sich auf das Duell am Sonntag (16 Uhr live bei Sky) mit dem TBV Lemgo-Lippe gegen den SCM. Beide Vereine könnten für „Theuer“ Anwurf und Abpfiff in seiner Bundesliga-Karriere bedeuten. „Vielleicht ist es jetzt mein letztes Jahr“, erzählte der frühere Nationalspieler (57 Länderspiele, 111 Tore) Anfang August beim Klaus Miesner Gedenkturnier in Ilsenburg. Sein Vertrag beim TBV läuft bis zum 30. Juni 2020. Der Kreisläufer spielt schon seine 18. Saison in der 1. Bundesliga – für den SCM waren es von 2002 bis 2010 insgesamt 202 Spiele und 596 Tore. Danach folgten die Stationen TBV Lemgo, HBW Balingen-Weilstetten und wieder der TBV. Aktuell steht „Theuer“ nun bei 479 Bundesligaspielen und 1332 Toren.  Neben dem privaten Glück, das der 34-jährige Vorzeigeathlet mit seiner Frau und dem kleinen Sohn Pepe in Lemgo gefunden hat, ist Handball zu spielen „das Beste und Geilste“ überhaupt für ihn. Auch nach so vielen Jahren ist „Theuer“ hochmotiviert: er will als „schnellste Ente der Bundesliga“ (lieber O-Ton von Kumpel Silvio Heinevetter zu Theuers Laufstil, d.R.) bei der Anzahl seiner Ligaspiele die magische Grenze von 500 („Das ist mein großes Ziel“) schaffen. Beim SCM ist Steffen Stiebler mit 499 Spielen im grün-roten Trikot Rekordhalter.

„Mit meinem Heimatverein SC Magdeburg 2007 den EHF-Pokal gewonnen zu haben, ist sicherlich ein Highlight meiner Karriere. Es gibt aber auch Erfolge, die man nicht in Titeln messen kann, wie die Tatsache, dass ich aktuell meine 18. Saison in der Bundesliga spiele“, erzählt „Theuer“, der mit dem Handball spielen bei TuS Magdeburg-Neustadt begann. „Ich bin mit 14 Jahren als Zuschauer in die Bördelandhalle gegangen. Dort fieberte ich 60 Minuten lang mit dem, was auf das Feld passierte, und mein Weg für den Rest meines Lebens war klar.“ Er spricht in Interviews immer gern über den SCM, ist stolz ein Magdeburger Junge zu sein. „Magdeburger ist man einfach. Die Stadt ist eher auf den zweiten Blick schön, und so sind die Leute dort auch. Wir sind etwas derb, etwas laut und polternd, aber dahinter stecken meistens gute Absichten. Deswegen bin ich auch stolz darauf, ein Magdeburger zu sein. Als Sportler wird man oft darauf reduziert, was man auf dem Feld zeigt. Jeder Spieler hat aber auch eine private Seite, einen Charakter hinter der Fassade. Harte Schale und weicher Kern – das passt in meinen Augen ganz gut zum Image dieser Stadt. Jeder Spieler, der beim SCM die harte Ausbildung genossen und durchlaufen hat, die Herausforderungen meistern konnte, wurde geprägt für die Aufgaben, die später kamen.“

Am Sonntag will Christoph Theuerkauf mit dem TBV in eigener Halle die große Herausforderung gegen den SCM bestehen.

Werbung SCM Android-App
Werbung iOS-App