SCM-News

Alle Neune von Tim Hornke: „Wir haben Selbstbewusstsein und ein gutes Gefühl“

2020-03-04_Tim_Eroll

Gefühlt war es gestern Abend ein Knackpunkt beim 24:20-Heimsieg des SCM gegen den abstiegsbedrohten HC Erlangen in der LIQUI Moly Handball-Bundesliga: Zweieinhalb Minuten vor Abpfiff bekam der HCE einen Siebenmeter beim Stand von 22:20. Johannes Sellin warf den Ball weit drüber, statt auf 22:21 zu verkürzen, lag man wenig später 23:20 hinten und die Chance auf den greifbar nahen Punktgewinn in der GETEC Arena war ganz weit weg. Der SCM bleibt im Flow. „Wir haben Selbstbewusstsein und ein gutes Gefühl. Das spürt man nach drei Bundesliga-Siegen und den zwei gewonnenen Spielen im EHF-Cup gegen die starke Mannschaft von Nantes“, strahlte mit Tim Hornke, ein SCM-Matchwinner, bei den Siegerinterviews.

„Schade, dass am Ende der Siebenmeter nicht reingeht, dann wären wir nochmal nah rangekommen. Aber auch so können wir – so doof sich das nach einer Niederlage anhört – zufrieden sein“, findet Erlangens Kapitän und Spielertrainer Michael Haaß. „Die Situation war eigentlich nicht schwierig, sondern ganz einfach: Wir mussten über den Kampf kommen. Das gefällt Magdeburg auch nicht, das hat man auch gesehen, dass das dem Publikum nicht gefällt. Und so haben wir sehr lang mitgehalten.“ Der SCM spielte mit dem Heimvorteil. „Natürlich sind sieben Tore in der zweiten Hälfte dann zu wenig, um etwas Zählbares aus Magdeburg mitzunehmen. Vor dem Hintergrund, dass wir insgesamt acht Zeitstrafen (SCM drei, und je Team dazu einmal Rot, d.R.) kompensieren mussten, fahren wir aber dennoch mit einem guten Gefühl zurück nach Erlangen“, sagte Sportchef Kevin Schmidt nach der umkämpften Partie. Während es im Tor (13:13 Paraden) und bei Fehlwürfen (21:19) ein Duell auf Augenhöhe war, leistete sich der SCM nur 3 technische Fehler, der HCE aber 10. Die Grün-Roten netzten 7 von 10 Siebenmeter ein, die Franken vergaben ihre einzigen zwei Strafwürfe in der Partie. „Wenn ich noch einen Siebenmeter mehr verwandelt hätte, wäre es besser gewesen, so war es okay“, sagte SCM-Rechtsaußen Tim Hornke, mit 9 Toren bester Schütze. Der Linkshänder netzte 6 von 9 Siebenmetern und 3 von 4 Würfen aus dem Feld ein. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert verteidigte gestern Tabellenplatz 3. „Wir wissen aber auch, dass man sich einen Sieg in jedem Bundesligaspiel hart erkämpfen muss. Jetzt sind wir am Sonntag in Stuttgart gewarnt. Wie es anderen Mannschaften schon passiert ist, dürfen wir keine Punkte liegenlassen und wichtig ist, dass man gleich von Anfang an 100 Prozent im Spiel da ist“, sagte Tim Hornke.

Nach 10 Spielen in vier Wochen gab Coach „Benno“ Wiegert den SCM-Jungs jetzt zwei trainingsfreie Tage, bevor am Freitag die Vorbereitung auf das Stuttgart-Spiel beginnt. „Schön für uns, nicht gleich wieder das nächste Spiel vor der Brust zu haben. Die zwei freien Tage sind gut für den Kopf, um mal durchzuschnaufen“, freut sich Tim Hornke. Und Bennet Wiegert freut sich schon sehr aus Trainersicht auf die Zeit nach Stuttgart. „Dann kann ich mal anderthalb Wochen fast mit der kompletten Mannschaft arbeiten, ohne ein Spiel (erst am 18.3. in Velenje, d.R.) zu haben.“

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