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Abschiedsinterview: Justus Kluge

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Justus Kluge möchte sich künftig verstärkt auf sein medizinisches Studium und seine berufliche Laufbahn konzentrieren. Der 23-Jährige durchlief die Jugendabteilung des SCM und wurde später Mannschaftskapitän der YoungsterS in der dritten Liga. Zunächst sprang Justus Kluge schon vor zwei Jahren mehrere Monate bei den Profis ein, als sich Lukas Mertens einen Kreuzbandriss zuzog. Nach der Knie-Verletzung von Matthias Musche im November 2020, rückte er erneut in den Kader des Bundesliga-Teams auf. Zusammen mit Lukas Mertens bildete er seitdem das Duo für die linke Außenposition und wurde in dieser Saison Sieger der EHF European League.

Deine Zeit beim SCM neigt sich dem Ende, wie fühlt sich das an?
Es gehen einem sehr viele Erinnerungen durch den Kopf. Aber ich bin nicht traurig, dass es vorbei ist. Viel mehr bin ich dankbar und froh für die lange Zeit, in der ich dabei sein durfte. Früher saß ich mit einer Dauerkarte im Block, nun konnte ich mir tatsächlich einen großen Traum erfüllen.

Mit wem hast du dich am besten verstanden und wen wirst du sehr vermissen?
Mit Speedy und Matze hatte ich immer einen guten Draht. Auch Moritz ist eine geile Sau. Aber eigentlich ist das gesamte Team super.

Wie bist du damals zum SCM gekommen?
Ich war damals im Kindergarten und mein Kumpel Niklas Danowski hat immer wieder gesagt: „Komm doch mal mit zum Handball.“ Irgendwann war ich dann mal mit und so kam ich zu den SCM-Minis und dem damaligen Trainer Gert Most. Und daraus wurden dann 18 Jahre beim SC Magdeburg.

Kannst du dich noch an dein erstes Spiel für den SCM erinnern?
Da gibt es mehrere Etappen: Mein erstes Testspiel machte ich bei der Sachsen-Anhalt-Tour in Fermersleben. Und das war zugleich das anstrengendste Spiel, an das ich mich erinnern kann. Weil viele Spieler noch im Urlaub waren, hatte Benno mich gefragt, ob ich mitmöchte. Und ich kam nämlich auch gerade aus dem Urlaub. Mein erstes Bundesliga-Tor habe ich dann aber zuhause gegen Leipzig geworfen.

An welchen Moment mit dem SCM denkst du besonders gern zurück?
Da gibt es so viele Momente, dass ich gar keinen Speziellen auswählen kann. Der European League Titel, die Ankunft in Magdeburg, der Rathaus-Balkon, auch die anderen Final-Four-Turniere – all das werde ich niemals vergessen.

Hast du einen Lieblingsort in Magdeburg?
Irgendwo, wo es grün ist, die Elbe in der Nähe und vielleicht noch ein Blick auf den Dom – Magdeburg ist meine Stadt und hier fühle mich einfach sehr wohl.

Welche Ziele hast du die Zukunft?
Es war keine leichte Entscheidung und es wird mir sehr fehlen, das SCM-Logo auf der Brust zu tragen. Aber ich möchte meinen Fokus nun auf meine beruflichen Absichten legen und mein medizinisches Studium starten. Handball möchte ich auf jeden Fall weiterspielen. Auf welchem Niveau, wird sich zeigen.

Gibt es etwas, das du den Fans zum Abschied noch sagen möchtest?
Ich kann nur sagen: macht immer genau so weiter Stimmung, wie ihr es schon immer gemacht habt. Als Kind war es mein Traum, einmal für den SCM aufzulaufen. Diesen Traum habe ich mir erfüllt. Ich habe es immer sehr genossen, Teil dieser Mannschaft zu sein und vor diesem Publikum spielen zu dürfen. Nun wechsele ich wieder auf die Seite der Fans.

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