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Abschiedsinterview: Christoph Steinert

Porträtfoto von Christoph Steinert im roten Vereinstrikot des SC Magdeburg mit SCM-Logo oben links und Schriftzug Danke Steini.
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Christoph Steinert spielte bereits in der A-Jugend für den SC Magdeburg und wechselte 2010 zu GWD Minden. Über den DHfK Leipzig und HC Erlangen kam „Steini“ 2019 zurück zum SCM und holte 2021 die EHF European League mit den Magdeburgern. In der kommenden Saison läuft er wieder für den HC Erlangen auf.

Deine Zeit beim SCM neigt sich dem Ende, wie fühlt sich das an?
Ich kanns ganz gut genießen. Mit der Truppe macht das einfach richtig Spaß.

Mit wem hast du dich am besten verstanden und wen wirst du sehr vermissen?
Moritz Preuß wohnte bei mir in der Straße. Mit ihm habe ich die meiste Zeit verbracht.

Wie bist du damals zum SCM gekommen?
Als ich bei Lokomotive Rangsdorf in Brandenburg spielte, war an Leistungssport eigentlich noch nicht zu denken. Helmut Kurrat holte mich dann 2007 aber in die Jugend des SCM.

Kannst du dich noch an dein erstes Spiel für den SCM erinnern?
Mein erstes Spiel war ein Heimspiel gegen Minden und ich habe auch direkt mein erstes Bundesligator geworfen. Beim ersten Angriff war ich noch zu zögerlich, aber beim zweiten habe ich mir dann einfach den Wurf genommen. Und die Magdeburger Fans feiern es ja immer richtig, wenn ein Jugendspieler Spielzeit bekommt. Ein tolles Gefühl.

An welchen Moment mit dem SCM denkst du besonders gern zurück?
Es war das erste Jahr nach meiner Rückkehr zum SCM – noch vor Zuschauern gegen Kiel. Da haben wir Kiel in einer Phase regelrecht überrannt. Und es war das erste Mal, dass ich so eine starke Synergie zwischen Fans und Mannschaft gespürt habe. Das hat sich richtig hochgeschaukelt. Wir haben einen Ball abgefangen und die Zuschauer wurden immer lauter. Und das ging in dieser Phase immer weiter. Unglaublich. Als hätten die Fans die Tore geworfen.

An welchen eher nicht so?
An den Moment des Corona-Abbruchs. Weil so viel Ungewissheit dabei war. Wird es den Handball überhaupt noch geben? Das war wirklich eine schwierige Phase. Und auch die ersten Spiele ohne Zuschauer. Gerade in einer Stadt wie Magdeburg macht das einen riesigen Unterschied.

Hast du einen Lieblingsort in Magdeburg?
Ich saß immer gern mit einem Glas Wein an den Elbterrassen. Aber auch die Hegelstraße ist besonders schön. Sie hat so ein tolles Wiener Flair, finde ich.

Welche Ziele hast du mit deinem neuen alten Verein HC Erlangen?
Langfristiges Ziel ist es, sich im oberen Tabellendrittel zu etablieren. Da wollen wir mit Erlangen hin. Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt und das wollen wir fortführen. Der Kontakt zu Erlangen ist auch nie abgebrochen. Mit Nikolai Link und Nico Büdel telefoniere ich quasi alle zwei Wochen.

Gibt es etwas, das du den Fans zum Abschied noch sagen möchtest?
Ich möchte mich vor allem für eine sehr intensive Zeit bedanken. Ich habe echt es noch nie erlebt, dass Fans einen so großen Einfluss auf das Spiel nehmen können. Das ist echt einmalig.

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