SCM EURO-TAGEBUCH #3: Saugstrup mit "bestem Gefühl der Welt"

Magnus Saugstrup im Spiel gegen Nordmazedonien (Foto: kolektiff images)
Islands Fans nehmen Kristianstad ein, Dänemark feiert einen famosen Auftakt – und mitten drin feiern Handballer des SC Magdeburg die ersten Punkte. Die neusten Ereignisse rund um die Europameisterschaft gibt’s hier im Überblick.
Am zweiten Turniertag ging es torreich weiter: Portugal machte gegen Rumänien kurzen Prozess (40:34), Slowenien erkämpfte sich gegen Montenegro zwei Punkte (41:40) und Ungarn setzte sich gegen Polen durch (29:21).
Für den SC Magdeburg gingen derweil fünf Spieler für drei Nationen ins Rennen – nicht alle mit Erfolg, aber alle vor lautstarker Kulisse in aufgeheizten Hallen.
Island - Italien 39:26 (21:12)
Beim ersten Spiel in Kristianstad waren die Ränge blau bestimmt, besetzten hauptsächlich isländischen Fans die 4500 Plätze. Auf dem Feld haperte es hingegen zunächst (4:5, 10.). Mit Omar Ingi Magnusson, Gisli Kristjansson und Elvar Örn Jonsson in der Startformation wurden zwar immer wieder gute Chancen generiert, aber zu oft nicht genutzt. Als das besser passte, sah auch der Spielfilm freundlicher aus. 12:7 (20.), 21:12 (30.), 28:18 (40.) – der Vorsprung wuchs stetig und letztlich gab es einen ungefährdeten Sieg.
Daran hatte die Magdeburger Rückraumreihe ihren Anteil: Magnusson netzte sechsmal, Kristjansson verwandelte sieben Würfe und Jonsson steuerte ein Tor bei.
Dänemark - Nordmazedonien 36:24 (17:12)
15.000 Menschen, eine rote Wand – Herning hielt zum Auftakt, was es versprochen hatte, mit einer Fan-Party, die ihres gleichen sucht. Grund dafür war auch, dass die Dänen auf dem Feld schnell ihrer Favoritenrolle gerecht wurden (8:3, 10.). Dabei sortierte Kapitän Magnus Saugstrup effektiv den Mittelblock, offensiv erzielte der Kreisläufer in der 14. Minute mit dem 11:5 sein erstes Tor. Es folgte ein weiterer Treffer in einem Spiel, das wenig Spannung bereithielt. Der Weltmeister drückte zwar nicht unnötig aufs Tempo, brachte den Sieg aber problemlos über die Zeit.
„Das war ein typisches Auftaktspiel. Etwas nervös, ein paar Fehler zu viel – aber am Ende holen wir uns den Sieg und es ist super für uns, so ins Turnier zu starten“, sagte Saugstrup. „Wir wollen einfach guten Handball spielen und uns auf uns konzentrieren. Da interessiert der Druck nicht. Das war hier heute wieder etwas ganz Besonderes vor unseren Fans zu spielen. Darum geht es. Das ist einfach das beste Gefühl der Welt.“
Faröer - Schweiz 28:28 (15:13)
Spannung ohne Ende! Die beiden aufstrebenden Nationen schenken sich in der Anfangsphase wenig und setzten ordentlich aufs Tempo (6:6, 11.). Die Quote von Nikola Portner zu diesem Zeitpunkt: 33 Prozent bei drei Paraden. Das Problem war allerdings, dass die eigene Chancenauswertung problematisch blieb. Bis zur Pause lag das Team deshalb mit 13:15 zurück.
In der von der färingischen Anhängerschaft in weiß gefärbten Unity Arena mussten Portner und Co. nicht nur gegen die Kontrahenten auf dem Feld, sondern auch die Ränge ankämpfen. Dennoch gelang es, in der 59. Minute in Führung zu gehen, als Manuel Zehnder zum 28:27 aus Sicht der Schweizer traf. Trotz seiner sechs Treffer und 13 Portner-Paraden kassierten die Schweizer Sekunden vor Schluss das Unentschieden.
„Wir waren zwischendurch mit sechs Toren hinten und kämpfen uns wieder zurück. Da haben wir unser Herz gezeigt und darauf bin ich sehr stolz. Trotzdem bin ich enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben“, sagte Portner nach Abpfiff. „Glaube und Selbstvertrauen haben uns heute nach vorne gebracht und dieser Charakter wird uns hoffentlich in den kommenden Spielen helfen.“
SCM-Spielplan, 17. Januar
Am Samstag gibt es satte vier Spiele mit Magdeburger Beteiligung, unter anderem den Auftakt der Schweden. „Letztes Jahr musste ich das Turnier vom Fernseher aus verfolgen. Das war hart. Jetzt bin ich hier und ich glaube, dass wird ein unglaubliches Gefühl vor 11.000 Schweden in Malmö einzulaufen. Darauf haben wir lange gewartet. Wir sind bereit“, sagte Felix Claar im Vorfeld. „Das wird direkt ein Schlüsselspiel gegen die Niederlande. Ich habe große Erwartungen an mich selbst. Ich will abliefern, so viel wie möglich spielen und natürlich Spaß haben.“
18.00 Uhr // Österreich – Spanien (sportschau.de, Dyn)
18.00 Uhr // Kroatien – Georgien (Dyn)
20.30 Uhr // Serbien - Deutschland (ARD, sportschau.de, Dyn)
20.30 Uhr // Schweden – Niederlande (Dyn)
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