SCM EURO 2026 #4: ISLAND WILL SICH "NEU BEWEISEN"
Die Europameisterschaft in Dänemark, Norwegen und Schweden wirft ihre Schatten voraus. Wir blicken mit Spielern des SC Magdeburg aufs Turnier. Teil 4: Gisli Kristjansson und Island.
Die Nordwesteuropäer blicken auf eine durchwachsene EM-Geschichte. Seit 26 Jahren immer beim Turnier dabei, war Island meist im Mittelfeld positioniert – mit positiven Ausschlägen 2002 (4.), 2010 (3.), 2014 (5.), 2022 (6.). Ganz für die Spitze reichte es bisher allerdings nicht.
„Unser Problem in den letzten Jahren war, dass uns immer so ein kleines Stück gefehlt hat, um ganz oben zu stehen. Weil wir nicht im richtigen Moment da waren. Aber ich freue mich sehr auf dieses Turnier und darauf, dass wir uns als Mannschaft neu beweisen können“, erklärt Gisli Kristjansson. „Erstmal müssen wir aber von Spiel zu Spiel schauen. Wir wollen unsere Gruppe gewinnen und dann werden wir sehen, wo wir stehen.“

Mit Italien erwartet die Isländer gleich zu Beginn ein Team, dass seit der WM im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt hat. „Das ist ein sehr gefährlicher Gegner. Sie haben gute Spieler und deswegen werden wir hochkonzentriert sein müssen. Wenn wir das nicht sind, gibt es Probleme.“
Ähnliche Herausforderungen erwartet der 26-Jährige auch im Spiel gegen Polen. „Sie haben auch eine aufstrebende Mannschaft mit einen etwas breiteren Kader als Italien. Da müssen wir vorsichtig sein und unser Bestes geben.“
Zu m Abschluss der Vorrunde wartet dann der Kracher gegen Ungarn: „Ich glaube, sie haben von den Spielern her die beste Mannschaft. Da brauchen wir fantastische Leistungen. Die letzten Male war es sehr schwer für uns gegen Ungarn – das wollen wir jetzt ändern.“
Mit Elvar Örn Jonsson, Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson können die Isländer auf eine eingespielte Magdeburger Achse bauen. Das ist aber nicht alles, was das Team auszeichnet: „Ich glaube, wir haben einen sehr breiten Kader mit sehr guten Handballern, sind eingespielt und haben über die letzten Jahre mehr und mehr Erfahrung gesammelt“, sagt Kristjansson. „Wenn wir unsere Leistung bringen, können wir viel schaffen.“
Terminübersicht
Die Mannschaft ist am 2. Januar zum Trainingslager in Island zusammengekommen und reist am 8. Januar zum Trainingsturnier nach Paris, wo das Team von Snorri Steinn Guðjónsson gegen Slowenien, Frankreich, und Österreich antritt.
EURO: GRUPPE F
16.01.2026, 18.00 Uhr // ISL vs. ITA
18.01.2026, 18.00 Uhr // POL vs. ISL
20.01.2026, 20.30 Uhr // HUN vs. ISL
Den gesamten Spielplan gibt es bei der EHF.
Es gibt sechs Vierergruppen, von denen je die ersten Zwei in eine der zwei Hauptrunden weiterziehen. Die Punkte werden mitgenommen. Dann qualifizieren sich jeweils die besten Zwei für das Halbfinale. Das Finale findet am 1. Februar statt.
Der gesamte Kader der isländischen Nationalmannschaft
Björgvin Páll Gústavsson (Valur Reykjavík), Viktor Gísli Hallgrímsson (FC Barcelona), Andri Már Rúnarsson (HC Erlangen), Arnar Freyr Arnarsson (MT Melsungen), Bjarki Már Elísson (KC Veszprém), Einar Þorsteinn Ólafsson (HSV Hamburg), Elliði Snær Viðarsson (VfL Gummersbach), Elvar Örn Jónsson (SC Magdeburg), Gísli Þorgeir Kristjánsson (SC Magdeburg), Haukur Þrastarsson (Rhein-Neckar Löwen), Janus Daði Smárason (Pick Szeged), Kristján Örn Kristjánsson (Skanderborg), Orri Freyr Þorkelsson (Sporting Lissabon), Óðinn Þór Ríkharðsson (Kaddetten Schaffhausen), Ómar Ingi Magnússon (SC Magdeburg), Teitur Örn Einarsson (VfL Gummersbach), Viggó Kristjánsson (HC Erlangen), Ýmir Örn Gíslason (FA Göppingen)

