Regeländerungen: Diese Neuerungen gibt es

SCM-News
Tim Hornke und Tim Zechel im Gespräch

In dieser Saison gibt es einige Änderungen im Regelwerk

Schritte, Kopftreffer, Sanktionen – die Internationale Handball Föderation  (IHF) hat ein paar Anpassungen am Regelwerk vorgenommen. Davon ist auch der Spielbetrieb in Deutschland betroffen.

„Bei den meisten dieser Änderungen handelt es sich um geringfügige Korrekturen des Wortlauts der bestehenden Regeln, die gewährleisten, dass die Spielregeln den seit langem bestehenden Regelauslegungen entsprechen, was letztendlich zu einem klareren Verständnis der Spielregeln sowie zu einer besseren Entscheidungsfindung weltweit führt“, erklärte der Deutsche Handballbund in seinem Schiedsrichterportal.

Nullschritt
In der Regel 7 heißt es nun in Punkt 3: „Wenn ein Spieler den Ball erhält oder fängt, während seine beiden Füße den Boden nicht berühren, wird das Aufsetzen eines Fußes oder beider Füße gleichzeitig nicht als Schritt gewertet.“ Das bedeutet, dass der Nullschritt nicht nur beim Empfangen eines Passes, sondern auch aus dem eigenen Prellen heraus möglich ist. Bei letzterem müssen aber beide Füße nach dem Fangen in der Luft gleichzeitig den Boden berühren.

Kopftreffer
Regel 8, die sich mit Widrigkeiten und unsportlichem Verhalten beschäftigt, hält fest, dass Kopftreffer beim Siebenmeter oder einem direkten Freiwurf nach Schlusspfiff nicht mehr zwingend zu einer Roten Karte führen, sondern künftig mit einer Zeitstrafe geahndet werden sollen.

Zeitstrafen
Weiter wurde die Liste der Vergehen, die zu Zwei-Minuten führen, um eine Handlung erweitert. „Wenn ein Mannschaftsoffizieller, der außerhalb des Spielfeldes steht, den Ball oder einen Spieler berührt und so versehentlich in das Spiel eingreift“, gibt es nun eine Zeitstrafe. Der absichtliche Eingriff wird indes mit einer rot-blauen Karte betraft.

Weiteres:

  • Coachingzone wurde im Regelwerk verankert (1:11)
  • Entscheidung im Siebenmeterwerfen wurde spezifiziert. Wenn ein Team bereits rechnerisch gewonnen hat, müssen die restlichen Würfe nicht mehr ausgeführt werden (2:2)
  • Torhüter – eine fehlende Körper- und/ oder Ballkontrolle vorausgesetzt – dürfen den Torraum mit dem Ball zum Weiterspielen verlassen (5:4)
  • Bei der Regel 6:2c wurde klargestellt, dass „wenn ein Abwehrspieler durch das Betreten des Torraums eine klare Torgelegenheit vereitelt“, „Bereten“ im Sinne des Berührens der Torraumlinie oder als ein deutliches Eintreten in den Torraum zu verstehen ist
  • Ballkontakt ist nicht erlaubt, „solange irgendein Körperteil den Boden außerhalb der Spielfläche berührt“ (7:10) – statt zuvor „Fuß oder Füße“. Ein Vergehen führt zum Freiwurf
  • Anwurf wurde genauer geregelt. Nachdem bisher nur der Ball komplett in der Anwurfzone sein musste, gilt dies nun auch für den Spieler (10:3b)
  • Ein „unberechtigter Pfiff“, bspw. aus dem Publikum, während einer eindeutigen Torgelegenheit wird mit einem Strafwurf ausgeglichen (14:1b)
  • Die Spielfortsetzung nach der Unterbrechung eines Wurfs wurde vereinheitlicht. Wird die Ausführung eines Wurfs – ob Einwurf, Abwurf oder Anwurf – durch einen Abwehrspieler gestört, ist grundsätzlich auf Freiwurf für die Mannschaft in Ballbesitz zu entscheiden. Wird ein Siebenmeter-Wurf durch einen Abwehrspieler gestört, ist der Wurf zu wiederholen (15:9)

Das komplette Regelwerk gibt es hier.