"Kretzsche" tippt: "Der SCM kann den THW auch in Kiel schlagen"
THW vs. SCM. Kiel erwartet Magdeburg. Es ist das Bundesliga-Topspiel am Sonntag ab 13.30 Uhr (live bei Sky ab 13 Uhr) in der mit 10.250 Zuschauern ausverkauften Sparkassen Arena. Ein Kracher im Kampf um den Titel und die EC-Plätze. Sky-Experte und SCM-Ikone Stefan Kretzschmar feiert am Sonntag seinen 46.Geburtstag. „Kretzsche“ wird nicht live in Kiel sein. Er blickt aber, wie Fans in allen Ecken Deutschlands, auf dieses immer attraktive und emotionale Traditionsduell. „Prinzipiell ist zu sagen, dass der SCM am Sonntag durchaus die Qualität hat, den THW auch in Kiel zu schlagen. Aber Kiel ist gefestigt und stark genug, um Magdeburg am Wochenende zu bezwingen. Die Favoriten werden sich keine Blöße geben, auch wenn es kein Spaziergang wird. Auch Flensburg wird gegen Erlangen nicht einfach so nebenbei gewinnen. Wie sich Kiel präsentiert, ist der THW der einzige ernstzunehmende Konkurrent für Flensburg. Diesen Status wird man auch für den Rest der Saison beibehalten.“ Flensburg steht nach 20 Spielen immer noch ohne Punktverlust da. Der THW hat vier Minuszähler und zuletzt in dieser Saison beim SCM in der GETEC Arena mit 30:35 verloren. Am kommenden Sonntag brennen die Zebras beim Duell Zweiter gegen Vierter auf Revanche. "Wir freuen uns riesig auf die Partie, denn wir haben mit dem SCM noch eine Rechnung offen", spielt THW-Kapitän Domagoj Duvnjak auf die Niederlage im Hinspiel an, nach der Kiel eine Siegesserie in allen drei Wettbewerben startete. "Unsere Fans werden in diesem Spiel ein ganz wichtiger Faktor sein", so Duvnjak. "Wir brauchen die 'weiße Wand' von der ersten Minute an." Am Sonntag ist Spitzenspiel-Zeit! Gestern Abend gewann Kiel nach hartem Kampf mit 26:23 gegen die polnische Mannschaft KS Azoty-Pulawy SA in der EHF-Cup-Gruppenphase. Vor 7607 Zuschauer in der Sparkassen-Arena war Nationaltorhüter Andreas Wolff mit 20 Paraden überragend, beste THW-Torschützen waren Magnus Landin und Duvnjak mit je sechs Treffern. „Am Sonntag gegen Magdeburg müssen wir viel spritziger, bissiger und agiler agieren“, forderte Andreas Wolff nach dem Abpfiff gestern.

