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„Ich spüre die Energie“: Barthold ist bereit für die Liga

Sebastian Barthold im Interview
Neuzugang Sebastian Barthold über seine ersten Eindrücke in Magdeburg (Foto: Katja Müller)

Seit dieser Saison läuft Linksaußen Sebastian Barthold im Trikot des SC Magdeburg auf. Heute wird unsere Neuverpflichtung 34 Jahre alt. Im Interview spricht er über seine ersten Wochen beim SCM und wie er auf die Spielzeit 2025/26 blickt.

Sebastian, du bist jetzt seit vier Wochen beim SC Magdeburg. Wie hast du dich eingelebt?
Bisher war es großartig. Ich hatte mein erstes Testspiel in der GETEC Arena, das war unglaublich. Da mussten wir erst etwas kämpfen, aber letztlich haben wir den Sieg geholt und ich hoffe, das ist der erste von vielen Erfolgen hier in der Halle.

Du lernst auch schon etwas die deutsche Sprache, wie läufts?
Ich versuche es, aber das ist gar nicht so einfach. Ich hatte nie Deutschunterricht in der Schule. Es geht schrittweise voran und vielleicht kann ich bald eine kleine Unterhaltung führen. Da die Hälfte des Teams aus Nordeuropa kommt, kann ich allerdings auch meine Muttersprache sprechen. Das macht es noch einfacher zu kommunizieren.

Mittlerweile ist auch deine Familie hier…
…das ist für mich sehr wichtig! Meine Familie in der Nähe zu haben, das Wissen, dass ich immer nach Hause gehen und ihre Liebe spüren kann, macht mich glücklich. Handball ist wichtig für mich – wie für alle Menschen hier –, doch die Familie kommt immer zuerst. Sie bedeuten die Welt für mich. Wenn sie sich wohl fühlen, kann ich bessere Leistungen bringen.

Wie ist dein Eindruck von der Stadt Magdeburg?
Ich war schon mal hier, als ich noch bei Aalborg gespielt habe. Aber da bist du meistens im Hotel oder in der Halle, schläfst oder trainierst. Deswegen lerne ich die Stadt jetzt neu kennen und mag sie wirklich. Ich war mit den Kindern letztens im Elbauenpark, das war perfekt für die Familie. Bisher war alles toll und ich freue mich drauf, noch mehr zu entdecken.

Du hast mittlerweile auch deine ersten Erfahrungen mit den Fans gemacht. Wie hast du sie erlebt?
Ich war schon ein paar Mal hier und habe als Gast immer verloren. Es ist schön, die Fans jetzt im Rücken zu haben. Ich spüre, wie sie reagieren, wenn wir auf dem Feld alles geben, da gibt uns jede Person alles, was sie hat, zurück. Wir geben den Takt vor, die Spielfreude – und dann zeigen sie uns ihre Energie und helfen uns, die Punkte zu Hause zu behalten. Das wird, wenn die Bundesliga anfängt, sicher sogar noch lauter werden.

Du läufst mit der Nummer 25 auf, hattest vorher auch schon die 2 und die 6. Steckt dahinter eine Bedeutung?
Die Nummer 6 war für mich immer besonders, die hatte ich mein ganzes Leben – seitdem ich sechs Jahre alt war, auch wenn ich nicht weiß, warum das so zusammenpasst. Mein Vater hatte die Nummer und ich habe es fortgesetzt. Die Nummer 2 hatte ich dann kurz bei der Nationalmannschaft als die 6 vergeben war. Da gibt es aber keine spezielle Bedeutung. Genauso wenig wie bei der 25. Aber ich weiß, dass die 25 den SCM-Fans viel bedeutet, weil der legendäre Bezo damit gespielt hat. Ich hoffe, dass ich dem Trikot gerecht werde.

Jetzt geht es in deine erste Bundesliga-Saison. Schon aufgeregt?
Es nimmt zu. Ich spüre die Energie und die Vorfreude. Es wird sicher eine interessante Busfahrt zum Auswärtsspiel und ich hoffe, dass wir den ersten Saisonsieg holen. Ich bin heiß darauf, anzufangen. Das eine ist die Vorbereitung, aber die Liga, dass ist es, wofür wir leben.

Was werden deiner Meinung nach die größten Herausforderungen für den SCM aber auch für dich persönlich?
In der Bundesliga zählt jedes Spiel. Jedes Mal, wenn du das Spielfeld betrittst, ist es wie ein kleines Finale. Du musst von Beginn an da sein. Das bin ich aus Dänemark anders gewöhnt. Da kannst du übertrieben gesagt sechs Monate lang schlecht spielen und trotzdem Meister werden. Darauf bin ich gespannt und das werde ich glaube sehr genießen. Ich liebe es, große Spiele zu spielen. Ich liebe es, den Druck zu spüren. Und mit Sicherheit sind wir diejenigen, die den meisten Druck ausüben. Wenn es um alles geht – das sind die geilen Spiele. In Deutschland ist das immer der Fall und das wird bestimmt eine coole Erfahrung.

  • Das Video zum Interview gibt´s auf unserem Youtube Channel.
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