Ein sehr disziplinierter und besonderer SCM-Triumph in Kiel

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Foto: Sascha Klahn

Ein historischer Erfolg. Nach dem 32:29 im April 2003 hat unser SCM gestern wieder beim Rekordmeister THW Kiel gewonnen. Der verdiente 28:25-Sieg war der zweite Triumph unserer Grün-Roten in ihrer Vereinsgeschichte in der Ostseehalle, jetzt Sparkassen-Arena.  „Es ist nicht alltäglich, in Kiel zu gewinnen. Und bei uns war das ja auch schon verdammt lang her. Ich bin überwältigt davon, wie diszipliniert meine Mannschaft auch in kritischen Phasen gespielt hat. Nicht alles lief gut bei uns, aber wir haben überzeugt und hatten die mentale Stärke, dieses Spiel nach Hause zu bringen“, lobte unser Trainer Bennet Wiegert sein Team. Ein Matchwinner in der entscheidenden Phase der 2. Halbzeit war Torhüter Jannick Green (13 Paraden, 4 vor, 9 nach der Pause, 35 Prozent Fangquote): „Wir haben fast das ganze Spiel diszipliniert gespielt, vorne immer gute Entscheidungen getroffen und hinten stabil gestanden. Die Saison ist noch lang, aber wenn wir weiter nach oben klettern wollen, mussten wir in Kiel gewinnen. Das haben wir geschafft und ich bin total glücklich darüber.“ Unsere Grün-Roten kauften dem THW Kiel den Schneid ab. Bei nur 13 Fehlversuchen kam der SCM auf eine starke Wurfquote von 68,3 Prozent. Auch 12 technische Fehler unserer Grün-Roten waren gestern nicht zu viel zum Sieg in Kiel. „Wir haben zu oft im letzten Moment die Tore nicht gemacht. Auch wenn Niklas Landin (12 Paraden im Spiel, d.R.) nach der Pause sehr, sehr gut war, haben wir unsere eigenen Chancen unheimlich schlecht verwertet. Deswegen liefen wir immer einem Rückstand hinterher. Wir hatten insgesamt im Angriff große Probleme mit der SCM-Abwehr und mit Green. Magdeburg hat gut und diszipliniert gespielt, wir haben hingegen nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen hatten“, analaysierte THW-Trainer Alfred Gislason. „Schade um die Punkte, wenn man oben dran bleiben will, muss man auch solche Spiele gewinnen. Das haben wir nicht, und das tut weh. Wir hatten die zwei Punkte heute aber auch nicht verdient.“ Unsere Grün-Roten sind dran an den Top 3 mit Flensburg, Kiel und Mannheim. Das erkennt auch Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel an: „Magdeburg hat einen starken Auftritt abgeliefert und verdient gewonnen. Wir hatten Probleme mit der SCM-Abwehr und Green hat sich in der 2. Halbzeit ebenfalls gesteigert. Wir sind sehr enttäuscht. Jetzt müssen wir uns erst einmal sammeln, schütteln und weiter machen.“  Die Flensburger (müssen am 28. März in die GETEC Arena) stehen bei null Minuspunkten, Kiel bei 6, Mannheim bei 7, der SCM hat 10.