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DER SCM SCHLÄGT PLOCK UND STEHT IM FINALE UM DIE EUROPEAN LEAGUE

SCM-Spieler Moritz Preuss (Nr. 95) in der Abwehr im Halbfinale der EHF Finals 2021 gegen Wisla Plock.
Foto: Franzi Gora / neb Handball

22. Mai, 18 Uhr, Mannheim: Orlen Wisla Plock eröffnet das erste Halbfinale der EHF European Finals in der SAP Arena gegen den SC Magdeburg und hat den ersten Angriff des Final Four. Dieser wurde jedoch direkt von der Magdeburger Abwehr vereitelt und ausgerechnet der ehemalige Plock-Spieler Piotr Chrapkowski macht per Konter das erste Tor der Partie. 1:0 für den SCM. Doch schocken ließen sich die Polen dadurch keineswegs. Nach feinem Pass an den Kreis, konnte der Franzose Jeremy Toto ausgleichen. Es war der Anfang einer unfassbar spannenden Partie um den Einzug ins Finale.

In der Folge ging Plock durch Przemyslaw Krajewski in Führung und baute diese durch Zoltan Szita auf 3:1 aus. Wisla Plock stelle die erwartet starke Abwehr, doch der SCM erkämpfte sich jedes Tor wacker. In der 14. Spielminute brachte Trainer Bennet Wiegert Moritz Preuss und Mika Damgaard aufs Feld und dieser Wechsel trug sofort Früchte. Mo sehenswert auf Mika: Ausgleich zum 6:6.

Aber immer wieder kam Plock in Führung. Ein Tor vorn, zwei Tore vorn und in der 20. Minute mit 11:8 sogar die Drei-Tore-Führung für Orlen Wilsa Plock. Coach Wiegert reagierte. Brachte Tobias Thulin für Jannik Green ins Magdeburger Tor. Und der Schwede war sofort im Spiel. Hielt einen wichtigen Ball nach dem anderen. Mit dem Halbzeitpfiff kämpfte sich der SC Magdeburg auf ein 13:15 durch einen feinen Konter von Lukas Mertens auf Omar Magnusson heran. Seitenwechsel.

Anwurf zur Aufholjagd: Hochmotiviert und kochend heiß kamen die Magdeburger Jungs aus der Kabine. Der Rückstand sollte schnellstmöglich aufgeholt – das Spiel gedreht werden. Das nahm sich Mika Damgaard zu Herzen und erzielte mit dem ersten Wurf der zweiten Halbzeit das 14:15. Der Ausgleich ließ jedoch noch auf sich warten. In der 7. Spielminute war es erneut Magnusson, der zum verdienten 17:17 traf. Zwei Moritz Preuss Tore bescherten dem SCM dann die langersehnte und völlig verdiente Führung. 20:19. Und diese wollte Grün-Rot nicht mehr hergeben. Käptn Sulli kämpfte sich anschließend zur Drei-Tore-Führung durch und schrie sich anschließend die pure Motivation aus der Kehle, um seine Mitspieler nochmals anzuheizen. 

Vorn lief nun alles zusammen und hinten hielt Tobias Thulin mit Doppel-Paraden. Der SCM schnupperte am Finale. Und ließ sich diesen Geruch auch nicht mehr nehmen. Am Ende siegt der SC Magdeburg absolut verdient mit 30:29 gegen einen stark kämpfenden polnischen Gegner und spielt am Sonntag um Gold in der EHF European League.

SC Magdeburg – Orlen Wisla Plock 30:29 (13:15)

SC Magdeburg: Thulin, Green, Musa (1), Chrapkowski (1), Steinert, Pettersson (1), Magnusson (6), Gullerud (3), Mertens (3), O’Sullivan (4), Bezjak (1), Damgaard (6), Preuss (4), Kluge

Trainer Bennet Wiegert

Orlen Wisla Plock: Morwaski, Stevanovic, Daszek (3), Stenmalm (1), Ruiz Sanchez (2), Fernandez (1), Serdio, Susnja, Szita (7), Komarzewski, Krajewski (7), Terzic, Toto (3), Dutra, Mihic (1), Mindegia (4)

Trainer: Xavi Sabate

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