Vorbericht

SCM in Szeged: „Es geht um alles oder nichts“

Felix Claar am Ball
Felix Claar erwartet in Ungarn ein schweres Spiel (Foto: Franziska Gora)

Zwei Spiele ist das Team von Trainer Bennet Wiegert noch vom Traum des TruckScout24 EHF FINAL4 in Köln entfernt. In den Viertelfinals der Champions League trifft der SC Magdeburg dabei auf einen bekannten Gegner.

Schon in der Gruppenphase standen sich OTP Bank-PICK Szeged und der SC Magdeburg gegenüber, wobei der aktuelle Titelträger beide Begegnungen für sich entscheiden konnte. Nun kommt es zum erneuten Duell mit dem Team um die Ex-Magdeburger Janus Dadi Smarason, Gleb Kalarasch und Tobias Thulin. Die Vorzeichen vor dem Hinspiel am 29. April in Ungarn (18.45 Uhr, live bei Dyn) sind jedoch deutlich verändert.

„Ein Viertelfinale ist etwas ganz anderes. Es wird schwieriger, intensiver und energiegeladener sein, da es in dieser Phase des Wettbewerbs um alles oder nichts geht“, warnt Magdeburgs Felix Claar. Seit dem letzten Aufeinandertreffen im Oktober ist ohnehin eine Menge Zeit vergangen, gab es auf beiden Seiten einige Entwicklungen.

Mit insgesamt acht Niederlagen und einem Unentschieden auf dem Konto wurde Szeged in der Gruppe B Sechster. Dadurch standen die beiden Zusatzspiele gegen KS Kielce auf dem Programm, die in zwei dramatischen Achtelfinals mit 58:55 gewonnen werden konnten. Trotz des Erfolgs gab es um das Team von Coach Michael Apelgren jedoch Unruhe. So wurde der ehemalige Flensburger Jim Gottfridsson vom Club freigestellt, woraufhin der routinierte Mittelmann rechtliche Schritte ankündigte und die European Handball Players Union einschaltete. Inwiefern sich dieser Zwist auf die Performance der verbliebenen Spieler auswirkt, bleibt abzuwarten. Im heimischen Pokal erspielte das Team zuletzt nach einer Auftakt-Niederlage gegen Veszprem letztlich dank eines 34:26-Erfolgs gegen Neka Bronze. In der Liga liegt man hinter Veszprem auf Rang zwei.

Schon im Oktober betonte SCM-Trainer Bennet Wiegert: „Für mich ist das eine Mannschaft, die mit ihrem eingespielten Kader wie schon im letzten Jahr das Potenzial hat, ins Final4 zu kommen.“ Das Team ist also gewarnt und weiß nicht nur um die personelle Stärke des Gegners, sondern auch um die besondere Atmosphäre der auswärtigen Arena. „Wir brauchen über 120 Minuten eine sehr gute Leistung und können uns auf ein hitziges Duell einstellen“, blickt Wiegert voraus.

Ziel ist selbstredend, die bisherige Erfolgsserie fortsetzen und zum vierten Mal in Folge in das Finalturnier einziehen, um dann am 13. und 14. Juni in der Kölner LANXESS arena die Chance zu haben, den Titel zu verteidigen.

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