SCM-News

Mika Damgaard: „Mit der Halle im Rücken kann alles passieren“

SCM-Spieler Mika Damgaard fokussiert mit dem Handball in der Hand.
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Erst war es still, am Ende ganz laut in der GETEC Arena. Wieder einmal in der Crunchtime hat unser SCM einen 26:25 (8:12)-Sieg gegen den Deutschen Meister und Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt gefeiert. „Es waren zwei total unterschiedliche Halbzeiten. Ich bin sehr stolz auf die Energieleistung nach der Pause von meiner mit viel Herz spielenden Mannschaft“, freute sich SCM-Trainer Bennet Wiegert gestern Abend.

In der 1. Halbzeit hatte der SCM 12 Fehlwürfe (11 noch nach der Pause), die SG 14. Aber die Grün-Roten leisteten sich 8 technische Fehler, Flensburg nur einen. Im Tor überragte Benjamin Buric mit 9 Paraden (53 Prozent Fangquote) gegenüber Jannick Green mit 5 gehaltenen Bällen. „In der ersten Halbzeit haben wir unterirdisch gespielt, liegen allerdings nur mit vier Treffern hinten. Wir haben uns dann in der Halbzeit gesagt, dass noch alles drin ist und daran haben wir bis zum Ende geglaubt. Heute war ich mal wieder eiskalt“, strahlte SCM-Rechtsaußen Tim Hornke. Er vergab den ersten Siebenmeter und versenkte danach vier souverän, so auch den entscheidenden Wurf in der letzten Minute.

In der 2. Halbzeit dominierte zunächst weiterhin Flensburg. Bis zum 21:17 in der 45. Minute. Dann drehte sich das Spiel auf Grün-Rot. Keine technischen Fehler und Ballverluste mehr, bessere Effektivität, eine leidenschaftlich verteidigende Abwehr, das Torwartduell nach der Pause mit  35,0 zu 30,8 Prozent gewonnen und die Halle war da. „Green hat dann angefangen mehr zu halten. Wir haben Damgaard nicht in den Griff bekommen, denn er hat immer unsere Lücken gefunden. Alle anderen Spieler haben wir verteidigen können, deshalb haben wir heute gegen Damgaard verloren. Meine Jungs und ich sind am Boden zerstört, denn es ist schon unglaublich, dass wir dieses Spiel hergegeben haben“, analysierte SG-Trainer Maik Machulla sehr enttäuscht. Der SCM war total happy. „Es ist ein glücklicher Sieg für Magdeburg, aber das kann man so hinnehmen. Die Flensburger haben es in den wichtigen Phasen versäumt, ihre Chancen zu nutzen“, sagte Sky-Experte Heiner Brand. „Magdeburg ist über die Rückraum Mitte zurück in die Partie gekommen und das war entscheidend.“ Der Entscheider war wie so oft beim SCM, X-Faktor Michael Damgaard. Der Rückraum-Shooter machte immer weiter, erzielte 11 Tore bei 18 Versuchen (vor der Pause 2 von 5) und hatte mit seinem aus Sønderborg angereisten Cousin einen Glücksbringer auf der Tribüne sitzen. „Mika“ Damgaard blickte erleichtert nach dem Abpfiff mit Optimismus auf die weitere Saison: „Es war eine Mannschaftsleistung. Unsere erste Hälfte war nicht in Ordnung, in der nur acht Treffer erzielten. Wir haben in der Kabine dann die Ruhe behalten und auch der Trainer ist ruhig geblieben. Das war das, was wir gebraucht haben. Er hat uns erinnert, was für eine starke Mannschaft wir sind, wenn wir alle zusammenstehen. Wir kämpfen immer weiter, denn wir wissen, wenn wir die Halle mitreißen können, dann kann hier alles passieren.“

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