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SCM-TRAINER WIEGERT: „IN DER 2.HALBZEIT HATTEN WIR ZEHN STARKE MINUTEN“

SCM-Kreisläufer Moritz Preuss (Nr. 95) im vollen Körpereinsatz gegen die Abwehr der Eulen Ludwigshafen.
Foto: Harry Reis

Der SCM kam nach dem 28:22 gestern Abend bei den Eulen Ludwigshafen mit den nächsten wichtigen zwei Punkten im Bundesliga-Titelkampf im Gepäck, heute in den frühen Morgenstunden mit dem Mannschaftsbus zurück nach Magdeburg. „In der ersten Halbzeit hat man gesehen, wie schwer uns die Eulen das Leben gemacht haben“, analysierte SCM-Coach Bennet Wiegert: „In der zweiten Halbzeit hatten wir sehr gute zehn Minuten und konnten etwas Distanz schaffen.“

Nach dem 13:11-Pausenstand zogen die Grün-Roten auf 20:13 (40.) weg. Da war das Spiel mehr als vorentschieden. „Ich bin nicht zufrieden. Es war kein gutes Spiel. Wir haben es nicht annähernd geschafft, Emotion auf die 500 Zuschauer zu übertragen. Wir waren zu schwerfällig, es war nicht der gewohnte Heimspielcharakter“, haderte Eulen-Coach Ben Matschke am Ende. Matschke: „Wir hatten wahnsinnig viele technische Fehler. Magdeburg hat es dann maximal clever gemacht.“ Die 18 technischen Fehler und 17 Fehlwürfe haben den Eulen das Genick gebrochen. Nur bis zum 8:8 (22.) hatte der Tabellenletzte aus Ludwigshafen ansatzweise seinen Matchplan auf die Platte gebracht. Die Eulen spielten ihre Angriffe zu langsam und die katastrophalen Ballverluste wurden von einem schnellen Gegner, wie dem SCM, schnell bestraft.

„Wir haben nach der Pause eine bessere Einstellung gefunden, das war entscheidend für den Sieg“, sagte SCM-Torjäger „Mika“ Damgaard. Der Rechtshänder explodierte mit seinen Würfen (9 Tore bei 15 Würfen) in der entscheidenden Phase nach der Pause. „Wir haben unsere Arbeit gemacht und gut verteidigt finde ich.“ Im Angriff hatte der SCM in der 1.Halbzeit noch 10 Fehlwürfe, in der zweiten Spielhälfte dann nur 5 bei einer starken Wurfquote von 75 Prozent. Die 9 technischen Fehler waren bisschen viel, aber sie brachten die Grün-Roten nicht in Gefahr, beim soliden und souveränen Auswärtssieg. Wieder einmal war „Mika“ Damgaard ein X-Faktor. Der Däne traf viele richtige Entscheidungen zwischen Wurf und Anspiel, ihn bekam die Eulen-Abwehr nicht in den Griff. „Mika“ Damgaard lobt als Teamplayer immer die Mannschaftsleistung und weiß: „Wir müssen immer unseren Charakter zeigen. Gegen jeden Gegner, in jedem Spiel.“

Am kommenden Dienstag startet der SCM bei Besiktas Aygaz in Istanbul in die Gruppenphase der Handball European League.

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