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MERTENS IM VOLLGAS-MODUS: „DAS WOLLEN WIR BIS WEIHNACHTEN DURCHZIEHEN“

Emotionaler Torjubel: SCM-Linksaußen Lukas Mertens (Nummer 22) ballt im weiß-rot gestreiften Auswärtstrikot jubelnd die Fäuste und schreit seine Freude nach einem Treffer heraus.
Foto: Thomas Schips

Der SCM siegt sich nach oben. Der 39:26-Erfolg gestern bei HBW Balingen-Weilstetten war das vierte gewonnene Pflichtspiel in European League und LIQUI MOLY Handball-Bundesliga in Folge. Beeindruckend souverän lösten die Grün-Roten die Auswärtsaufgabe beim Team der „Gallier von der Alb“. Nach der 20:17-Pausen-Führung sorgte beim Start in die 2.Halbzeit ein 6:1-Lauf zum 24:18 schnell für resignierende und chancenlose Balinger. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns in einen Flow gespielt“, sagte nach Abpfiff SCM-Trainer Bennet Wiegert, warum es so schnell so deutlich wurde.

Fast 82 Prozent Wurfquote (39 von 48 genetzt) und eine gute Verantwortung für den Ball mit nur 7 technischen Fehlern machten den SCM klar überlegen. Im Tor gewann Tobias Thulin mit 8 Paraden (23,5 Prozent) das Duell gegen HBW-Keeper Mike Jensen (7 und 15,2 Prozent). Am Ende waren sich die besten Torschützen beider Teams einig. SCM-Linksaußen Lukas Mertens (traf 8 von 9): „Ehrlich gesagt, haben wir das Ergebnis nicht in der Höhe erwartet. Wir haben uns viel vorgenommen und wollten ein gutes Tempospiel mit vielen einfachen Toren machen, das ist uns sehr gut gelungen. In der Offensive kann man das nicht viel besser machen.“ Enttäuscht sagte HBW-Kreisläufer Marcel Niemeyer (traf 7 von 8): „Man muss klar sagen, dass Magdeburg in der Höhe verdient gewonnen hat. Wir haben über 60 Minuten keine Abwehrleistung gehabt und unsere Torhüter im Stich gelassen. So kann man nicht auftreten. Im Prinzip ist es ein simples Angriffsspiel von Magdeburg. Aber das haben sie super gemacht, das müssen wir anerkennen.“

Der „Mann des Spiels“ war SCM-Regisseur Marko Bezjak. Als Vorbereiter, mit Spaß am Handball ließ ihn Balingens Abwehr schalten und walten, wie er wollte und als 100 Prozent Vollstrecker mit 7 Toren bei 7 Würfen. „Bezo“ hatte das Spiel im Griff, die HBW-Verteidiger haben ihn nie unter Kontrolle gebracht. „Der hat gefühlt nur einen einzigen Fehler im ganzen Spiel gemacht“, gab es ein großes Lob von HBW-Coach Jens Bürkle. Am Ende waren es beim Hochgeschwindigkeits-Handball zwei technische Fehler vom früheren slowenischen Nationalspieler in der HBL-Statistik.

Am kommenden Mittwoch (18 Uhr, live bei Sky) geht es in der leeren GETEC Arena für den SCM gegen den extrem verletzungsgeplagten HC Erlangen (ohne Jeppsson, Fäth, Büdel, Link, Sellin, Olsson) weiter.Wir sind auf einem aufsteigenden Ast. Wir haben im November relativ viele Spiele verloren und im Dezember eine Siegesserie gestartet. Das wollen wir bis Weihnachten durchziehen“, verspricht Lukas „Speedy“ Mertens.

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